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Corona: So locker geht's jetzt in Tschechien zu

Kitas und Schulen in Liberec haben wieder geöffnet, ebenso Friseure und Museen. Anders sieht's in der Nachbarregion Ústí nad Labem aus. Zudem fehlt Impfstoff.

Symbolbild
Symbolbild © Christopher Neundorf/dpa

Kinder aus der Region Liberec (Reichenberg) in Tschechien dürfen seit Montag wieder in die Grundschule gehen. Grund ist die stabile epidemiologische Corona-Lage. Die Rückkehr erfolgt im Rotationsprinzip - die Klassen wechseln wöchentlich zwischen Präsenz- und Distanzunterricht. Für alle Altersklassen sind auch die Kindergärten wieder geöffnet. Die Kleinkinder müssen dazu weder einen Schnelltest absolvieren noch einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ihre Türen öffnen auch Galerien, Museen und Dienstleistungen der Körperpflege, wie Friseur- und Kosmetiksalons sowie Reha-Einrichtungen. Die Kunden müssen vor dem Eintritt einen negativen Corona-Test vorlegen. Neben Liberec treffen die Regelungen auf weitere sechs Regionen in Tschechien zu.

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Grenzregion ist weiter rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank pro 100.000 Einwohner auf 105. In der Region Ústí nad Labem (Aussig) liegt sie bei 180 Fällen. Das heißt: Die Bewohner müssen dort weiter die strengsten Maßnahmen aushalten. Die Geschäfte bleiben also mindestens noch eine Woche - bis 10. Mai - geschlossen. Ab 17. Mai könnten die Außenterrassen von Gaststätten und einige Hotels wieder öffnen und erste kulturelle Veranstaltungen im Freien stattfinden. Allerdings nur unter der Bedingung, dass der Wert von Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen auf 75 sinkt.

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Seit dem Ausbruch der Epidemie am 1. März 2020 haben sich in der Region Liberec 79.245 Menschen infiziert, 1.248 sind mit der Covid-19-Erkrankung gestorben. In der Region Ústí nad Labem waren 121.032 Menschen vom Virus betroffen. Dort sind sogar 2.421 gestorben.

Die zwölf Impfzentren in der Region Liberec sind auch nur zur Hälfte ausgelastet. Der Grund: Es fehlt an Impfstoff. In der Woche werden täglich rund 3.000 Menschen geimpft, am Wochenende 900. Ab Mai sollen in die Region wöchentlich 16.000 Dosen von Pfizer/Biontech kommen, ab Juni sogar 25.000. "Wir schätzen, dass noch im Mai alle Interessenten, die über 50 sind, die Impfung bekommen können", so Hauptmann Martin Půta, der selbst am Wochenende die erste Dosis erhielt. Bei dieser Gelegenheit appellierte er über Facebook an die Öffentlichkeit, diese Möglichkeit auch zu nutzen.

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