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Staufalle Nordböhmen

Mehrere Straßenbaustellen machen derzeit Autofahrern in Teplice, Ústí nad Labem oder Děčín das Leben schwer.

Sperrung mitten in Teplice (Teplitz): Die Masarykova-Straße wird gebaut.
Sperrung mitten in Teplice (Teplitz): Die Masarykova-Straße wird gebaut. © Steffen Neumann

„Stop and Go“ im kleinen Dorf Soběchleby (Sobochleben). Das Dorf liegt auf der Staatsstraße 13 zwischen Ústí nad Labem (Aussig) und Teplice (Teplitz). Eine Baufirma hat eine Spur aufgerissen und tiefe Löcher bis zu den Leitungen der Wasserversorgung gegraben. Der Verkehr auf der gut befahrenen Straße wird mittels einer Pförtnerampel abwechselnd über die andere Spur vorbei geleitet. Tagsüber kommt man mit einer Wartezeit von wenigen Minuten davon. Im Morgen- oder Feierabendverkehr können sich jedoch lange Warteschlangen bilden. Die Bauarbeiten werden laut Bezirksamt Ústí noch bis zum 26. November dauern.

Baustellen bis zum Winter

Die Straßenbaustelle ist nur eine unter vielen, die Autofahrer in Nordböhmen gerade in die Staufalle zwingen. Eine Tageszeitung titelte bereits „Der Sommer ist noch nicht vorbei“, weil kleinere Straßenprojekte häufig in den Sommer verlegt werden, wo viele im Urlaub sind. Doch einige Reparaturen sind bereits überfällig, sodass mit der Reparatur nicht länger gewartet werden kann. Mit den aktuellen baubedingten Einschränkungen müssen Autofahrer noch bis mindestens Ende November leben. Vor allem die Städte Teplice und Děčín (Tetschen) sollte man mit dem Auto derzeit meiden. In beiden Städten sind zentrale Straßen komplett gesperrt und müssen über Umleitungen, die teils selbst überlastet sind, umfahren werden.

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In Teplice betrifft das die Masarykova-Straße zwischen den Straßen Okružní am einen Ende sowie U Červeného kostela und Doubravská auf der anderen Seite. Die Sperrung des zentralen Abschnitts dauert bis Ende Oktober. Erschwerend kommen weitere Baustellen hinzu. So ist in Dubí (Eichwald) bis 9. Dezember die zentrale Fernstraße 8 (ehemals E 55) zwischen K.H. Borovského und Střední im Stadtteil Pozorka gesperrt. In Teplice verursacht eine Baustelle auf der Duchcovská eine Pförtnerampel. In Děčín sind auf der Neuen Brücke (Nový most) nur zwei von vier Spuren befahrbar. Die Mitte der 1980er eröffnete Elbbrücke muss dringend saniert werden. Die Asphaltdecke und die Brückenisolation sind in einem „Havariezustand“, wie es heißt. Der südliche Strang soll Ende November fertig sein. Der nördliche Strang folgt im Frühjahr zwischen März und Mai.

Es gibt auch gute Nachrichten

Doch auf den Zufahrtsstraßen nach Děčín warten weitere Staufallen. Pförtnerampeln stehen auf der Fernstraße 13 im Stadtgebiet im Stadtteil Bynov (Bünauburg) sowie an der Einmündung der Straße Saská. Gleich drei Baustellen sind bis Ende November zwischen Chlumec (Kulm) und Libouchec (Königswald) geplant sowie zwischen Veselé (Freudenberg) und Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz). Gleich sieben Baustellen mit Ampelschaltung halten den Verkehr auf der Straße 262 zwischen Děčín und Starý Šachov (Alt Schokau) in Richtung Česká Lípa (Böhmisch Leipa) auf. Die Bauarbeiten an verschiedenen Abschnitten der Straße werden noch bis September 2022 dauern, bestätigt das Bezirksamt in Ústí.

Auf der Straße 62 von Děčín nach Hřensko (Herrnskretschen) wird im Stadtteil Podskalí (Rasseln) die Stützmauer saniert. Hier ist die Fahrbahn bis Ende Oktober eingeengt.

Während sich Autofahrer in den kommenden Wochen in Geduld üben müssen, gibt es wenigstens eine gute Nachricht. Die zwischenzeitliche Sperrung einer Röhre der Autobahntunnel Panenská und Libouchec auf der D8 (A 17) ist seit Donnerstag wieder aufgehoben. Die Sperrung war wegen der jährlich stattfindenden Wartungsarbeiten nötig geworden.

Aktuelle Informationen und Karten zu Verkehrseinschränkungen finden Sie hier.

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