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Sie bauen die verrücktesten Aussichtstürme in Tschechien

Die Werke von Architekten Mjölk aus Liberec werden Brustwarze, Löffel und sogar Penis genannt. Aber wo stehen sie genau?

Von Steffen Neumann
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Soll einem Bob ähneln. Der Aussichtsturm Špicka auf dem Malý Špicák bei Tanvald (Tannwald) punktete beim Tschechischen Architekturpreis.
Soll einem Bob ähneln. Der Aussichtsturm Špicka auf dem Malý Špicák bei Tanvald (Tannwald) punktete beim Tschechischen Architekturpreis. © www.boysplaynice.com, BoysPlayNi

Was tun, wenn man eine originelle Idee für einen Aussichtsturm hat, aber den Auftraggeber gibt es noch gar nicht? Man entwirft die Idee einfach selbst und klappert dann so lange alle möglichen Gemeinden ab, bis eine anbeißt. Das Dorf Heřmanice (Hermsdorf) im Friedländer Zipfel an der Grenze zu Polen schlug ein. So ähnlich verlief die Geschichte des Baus eines Aussichtsturms, der in Tschechien wegen seiner Form bereits eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Er steht auf einer Anhöhe, die im Vergleich zu den benachbarten Gipfeln wenig markant ist. Markant ist einzig der Turm selbst. Die Architekten nannten ihn „Vokurka“, umgangssprachlich für Gurke. Die meisten hatten aber nur einen Gedanken: Der Turm hatte eine deutliche Ähnlichkeit mit einem erigierten Penis – und das bis dato touristisch eher unauffällige Dorf eine Dominante.

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