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Tschechien: Neue Hoffnung für Dittrich-Mausoleum

Die Stadt Krásná Lípa will die wertvolle Grablege übernehmen. Eine Vereins-Insolvenz verhindert dies noch.

Von Steffen Neumann
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Blick auf das verschneite Dittrich-Mausoleum Ende Januar. Neben dem Eingang sind die Skulpturen der Dresdner Bildhauer Anton und Adolf Schwarz zu sehen.
Blick auf das verschneite Dittrich-Mausoleum Ende Januar. Neben dem Eingang sind die Skulpturen der Dresdner Bildhauer Anton und Adolf Schwarz zu sehen. © Steffen Neumann

Der Friedhofsgärtner schippt den Weg vom Schnee frei, für ein Begräbnis in den nächsten Tagen. Sein Blick fällt auf das Gebäude auf der anderen Seite des Friedhofzauns. „Vor ein paar Tagen war mal wieder ein Fernsehteam da“, sagt der Gärtner. Er ist zwar noch nicht so lange dabei, aber dass dieses Gebäude ein besonderes ist, weiß er schon. Es ist das Mausoleum der Textilunternehmerfamilie Dittrich, die ihr Imperium von Krásná Lípa, das früher Schönlinde hieß, steuerte. Hier ließ die Familie auch ihre pompöse Grablege bauen. Der Architekt war kein geringerer als Julius Carl Raschdorff, dessen bedeutendstes Werk der Berliner Dom ist. Die Ausmalungen im Erdgeschoss stammen von dem Schönlinder Künstler August Frind. Die Wände der Gruft im Keller sind von einem goldenen Mosaik bedeckt, das in Mitteleuropa seinesgleichen sucht.

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