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TU Dresden schickt nächsten Satelliten ins All

Mit ihrer dritten Mission wollten die Forscher die Atmosphäre und den Einfluss von Weltraumstrahlung untersuchen. Auch der Bau einer eigenen Rakete ist geplant.

Der Satellit der Dresdner Forscher wird voraussichtlich vom Weltraumbahnhof Baikonur aus ins All geschickt. © imago/ITAR-TASS (Symbolbild)

Dresden. Die Raumfahrt-Forscher der Technischen Universität Dresden wollen ihren dritten Satelliten ins Weltall schicken und planen zudem den Bau einer Forschungsrakete. Der Satellit soll noch vor Sommer voraussichtlich in Baikonur auf die Reise gehen, sagte Martin Tajmar, Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Dresden. 

Vom Weltraumbahnhof in der kasachischen Steppe war schon der erste TU-Satellit SOMP1 im Jahr 2013 gestartet. Er lieferte Messdaten aus der oberen Atmosphäre. 2017 folgte SOMP2 mit Start in Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida).

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Tajmar zufolge soll die neuerliche Satelliten-Mission nicht nur weitere Messdaten zur Atmosphäre liefern, sondern auch den Einfluss der Weltraumstrahlung auf Nanomaterialien erforschen. Ferner will man untersuchen, ob sich die Wärmeströme am Satelliten durch die schnelle Umkreisung im Orbit als Energiequelle nutzen lassen.

Das Institut hat sich vor allem auf Raumfahrtantriebe spezialisiert. Als Highlight gilt die Entwicklung des bisher kleinsten Antriebssystems für Kleinsatelliten überhaupt: Es ist so groß wie ein Stück Würfelzucker. Möglich macht das Flüssigmetall als Treibstoff.

Nach den Worten von Tajmar haben die Dresdner auch einen 750 Newton starken Raketenmotor mit Flüssigtreibstoff gebaut. Das Ziel sei aber der Bau einer eigenen Forschungsrakete, die in Schweden von der Startbasis der europäischen Weltraumbehörde gezündet werden soll. (dpa)