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Unwetter wütet im Landkreis

Starkregen und Gewitter führten am Wochenende landkreisweit zu Behinderungen. Besonders betroffen: das Rödertal und die Region um Kamenz.

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© Toni Lehder

Bautzen/Bischofswerda. Vollgelaufene Keller, ausgespülte Pflastersteine und sogar ein fortgeschwemmtes Auto – das Unwetter hat in der Nacht zum Sonntag im Landkreis Bautzen erheblichen Schaden angerichtet. Es kam aus Richtung Passau, verstärkte sich im Raum Kamenz deutlich und brachte schließlich ein Tropengewitter mit heftigen Blitzen mit sich.

Bilder von der Gewitternacht im Landkreis

Unwetter im Landkreis: In Elstra sorgte der Regen für überflutete Straßen.
Unwetter im Landkreis: In Elstra sorgte der Regen für überflutete Straßen.
Unwetter im Landkreis: Nach einem Feueralarm rückte die Feuerwehr zur Wallfahrtskirche Rosenthal aus. Zum Glück brannte es hier nicht. Den Fehlalarm hatte offenbar ein Blitzeinschlag ausgelöst.
Unwetter im Landkreis: Nach einem Feueralarm rückte die Feuerwehr zur Wallfahrtskirche Rosenthal aus. Zum Glück brannte es hier nicht. Den Fehlalarm hatte offenbar ein Blitzeinschlag ausgelöst.
Unwetter im Landkreis: Blitze über dem Bischofswerdaer Land.
Unwetter im Landkreis: Blitze über dem Bischofswerdaer Land.
Unwetter im Landkreis: Blitze über dem Burkauer Land.
Unwetter im Landkreis: Blitze über dem Burkauer Land.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetter im Landkreis: Blitze und dunkle Wolken über Bautzen.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Unwetterfolgen im Kamenzer Land: Am Sonntagmorgen offenbarte sich das Ausmaß der Schäden.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
Das Unwetter tobte auch über Pulsnitz.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.
In Bretnig-Hauswalde hinterließ das Unwetter schlimme Schäden.

Die Folgen mussten besonders die Einwohner der Gemeinde Bretnig-Hauswalde spüren. Eine Schlammlawine kam am Hang des Krohnenberges, der sich zwischen Hauswalde und Rammenau befindet, ins Rutschen, nahm Fahrt auf und landete schließlich in vielen Kellern entlang der Krohnenbergstraße, der Hauptstraße in Hauswalde und selbst der entfernten Bischofswerdaer Straße in Bretnig. 27 Einsätze in der Gemeinde zählte die Feuerwehr offiziell. „Die Dunkelziffer war aber weitaus höher“, sagt Einsatzleiter Peter Pirschel. Die Feuerwehr kam gar nicht mehr dazu, alle Hilfeleistungen zu erfassen.

Die alte Schule in Hauswalde erwischte es besonders schlimm. Der Schlamm im Keller stand 20 Zentimeter hoch und musste mit einem speziellen Saugwagen aufwendig ausgepumpt werden. Der vollgelaufene Keller eines Einfamilienhauses wurde mitmilfe eines speziellen Entsorgungsfahrzeuges leer gesaugt, weil Öl ausgelaufen war und sich mit dem eingedrungenen Wasser vermischt hatte. Viele Feuerwehrleute der Feuerwehr Bretnig-Hauswalde waren selbst betroffen. Die Einsatzleitung wurde auch deshalb nach Großröhrsdorf verlegt. Ein Auto, das auf dem Dorfplatz stand, wurde 20 bis 30 Meter weiter gespült. Die Schneisen, die Wasser und Schlamm auf den Feldern gezogen hatten, waren noch am Sonntagmittag deutlich zu sehen. Viele Anwohner haben so etwas noch nie erlebt, berichten Feuerwehrleute. Die Solidarität war allerdings hoch. Viele kamen, um zu helfen. Straßen mussten teilweise erst einmal von grobem Geröll beräumt werden.

Regenrekord in Goldbach

Die Region um Kamenz war ebenfalls betroffen. Der Hof eines Einfamilienhauses stand 80 Zentimeter unter Wasser. Heike und Bernd Schumann, die dort wohnen, hatten schon mehrmals mit Überflutungen zu kämpfen. „So schlimm wie diesmal war es aber noch nie, das ist eine Katastrophe“, sagt Bernd Schumann. Die Garage, das Auto und die Kellerräume standen unter Wasser. Die Möbel, die Waschmaschine und die Teppiche müssen entsorgt werden. In Elstra wurde die Kamenzer Straße in der Nähe des Hunde-Nettos überflutet.

Nach Angaben der Rettungsleitstelle in Hoyerswerda von Sonntagmittag gab es im Landkreis Bautzen am Wochenende insgesamt rund 120 Feuerwehreinsätze, die durch das Wetter bedingt waren, der überwiegende Teil davon in der Nacht zum Sonntag und am Sonntag selbst. In den meisten Fällen ging es darum, mit Wasser vollgelaufene Keller auszupumpen. Zudem mussten Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume bzw. herabgebrochene Äste zu beseitigen. Außer dem Rödertal und Kamenz habe es keine ausgesprochenen lokalen Schwerpunkte gegeben, heißt es in der Leitstelle. In allen Teilen des Landkreises waren Feuerwehren im Einsatz, um die Folgen des Unwetters zu beseitigen. Verletzte waren der Leitstelle nicht gemeldet worden. Zur Höhe der materiellen Schäden liegen noch keine Angaben vor.

Im Bischofswerdaer Ortsteil Goldbach verzeichnete Hobby-Meteorologe Dietmar Pscheidt am Wochenende einen Rekordwert beim Niederschlag. Ab Sonnabend 22.30 Uhr fielen in nicht einmal drei Stunden „unglaubliche 69,7 Millimeter Regen – also fast 70 Liter auf den Quadratmeter – bei eigentlich normalem Gewitter und Windverhältnissen“, mailte Dietmar Pscheidt am Sonntag an die SZ-Lokalredaktion. Diese Menge entspricht fast dem langjährigen Niederschlagsdurchschnittswert, der sonst für den gesamten Monat Juni gemessen wird. (SZ/pre, ir)