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Schuhe überführen mutmaßlichen Täter

Ein 37-Jähriger hat vermutlich die Fahrzeuge am Autohaus Dietrich in Brand gesetzt. Er sitzt bereits in Haft.

Ein Anblick der Zerstörung am Samstagmorgen vor dem Autohaus Dietrich. Der Schaden ist sechsstellig.
Ein Anblick der Zerstörung am Samstagmorgen vor dem Autohaus Dietrich. Der Schaden ist sechsstellig. © Dietmar Thomas

Waldheim.  Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter geschnappt, der am frühen Sonnabendmorgen Fahrzeuge auf dem Gelände des Autohauses Dietrich an der Landsberger Straße in Brand gesetzt hatte (wir berichteten).

Wie Polizeisprecher Andrzej Rydzik am Freitag informierte, nahm die Aufklärung der Tat einen durchaus kuriosen Verlauf. Überwachungskameras hatten auf dem Gelände des Autohauses zum Tatzeitpunkt eine Person mit markanten Schuhen und einem auffälligen Rucksack gefilmt. Außerdem wurden durch die Kriminalisten Schuhabdruckspuren genommen.

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In der Nacht zum vergangenen Mittwoch habe dann ein Mann die Polizei in die Waldheimer Schlossstraße gerufen. Bei dem Anrufer habe ein auf dem Gehweg abgestelltes Auto für argen Unmut gesorgt. „Er forderte umgehend die Polizei an Ort und Stelle“, so Andrzej Rydzik. Andernfalls, so seine Drohung, würde er einen Außenspiegel des besagten Autos abreißen. Kurze Zeit später seien die Streifenbeamten der Polizei in der Schlossstraße eingetroffen. Dabei fielen ihnen die Schuhe und der Rucksack des 37 Jahre alten alkoholisierten Anrufers auf. Ein noch in der Nacht durchgeführter Abgleich der Schuhabdruckspuren passte mit denen vom Brandgeschehen auf dem Autohausgelände überein. 

Doch nicht nur das: Bereits am späten Abend des Dienstags hatte ein bis dato Unbekannter versucht, in die Seniorenresidenz an der Härtelstraße einzubrechen. „Auch an diesem Tatort waren Schuhabdruckspuren gesichert worden, welche identisch mit dem Schuhwerk des 37-Jährigen waren“, so der Polizeisprecher. Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft am Donnerstag einem Ermittlungsrichter am zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 37-Jährigen. „Er befindet sich nunmehr in einer Justizvollzugsanstalt“, so der Polizeisprecher. Bei dem Brand am Autohaus Dietrich waren ein VW T6 und ein Opel Astra angezündet worden, die beim Eintreffen der Waldheimer Feuerwehr im Vollbrand standen. Zwei weitere Gebrauchtfahrzeuge, ein BMW und ein VW Touran, wurden stark beschädigt. Nach Angaben der Polizei ist ein Schaden von rund 100 000 Euro entstanden. (DA/br)

Weite Meldungen aus dem Polizeibericht vom Freitag

Einbruch mit Gullydeckel

Döbeln. Wegen eines Einbruchs in ein Geschäft rückten mehrere Polizisten nachts in die Kreuzstraße aus. Laut Zeugen waren zwei unbekannte, dunkel gekleidete Personen in das Geschäft eingedrungen und wenig später mit einem in der Stadthausstraße abgestellten PKW rasch davongefahren. Vor Ort bestätigte sich der Einbruch für die Beamten. Die Täter hatten mit einem Gullydeckel eine Glastür des Geschäfts zerstört und nach einem ersten Überblick der Inhaber ein elektrisches Spezialgerät im Wert von etwa 20.000 Euro gestohlen. Der einbruchsbedingte Sachschaden schlägt zusätzlich mit rund 15.000 Euro zu Buche. 

Im Rahmen der Tatortbereichsfahndung konnten die Täter bzw. das von Zeugen vage beschriebene Auto nicht festgestellt werden. Es wurden Ermittlungen wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls aufgenommen. Überdies sucht die Polizei weitere Zeugen, die Angaben zu den Tätern, ihrem Fluchtwagen und auch zum Tatgeschehen machen können. Hinweise nimmt das Polizeirevier Döbeln unter Telefon 03431 6590 entgegen. (DA)

Von der Fahrbahn abgekommen

Geringswalde. Auf der Kreisstraße 8293 war am Freitagvormittag eine 25-jährige Renault-Fahrerin mit ihren vierjährigen Kind in Richtung Hoyersdorf unterwegs. Plötzlich geriet das Auto auf bisher nicht geklärte Weise nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam in einem Feld zum Stillstand. Beide Insassen wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Angaben zur Höhe des Sachschadens sind derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. (DA)

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