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Von Ballsaal bis Backstube

Der Tag des offenen Denkmals steht diesmal unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“.

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© André Braun

Region Döbeln. Zum Teil verborgene Schätze können am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals in der Region Döbeln angeschaut werden. Dieses Jahr steht er unter dem Motto: „Gemeinsam Denkmale erhalten“.

Denkmale in der Region Döbeln

Lessing-Gymnasium in Döbeln Dem Königlichen Ministerium für Kultus ist es zu verdanken, dass zwischen 1869 und 1871 dieser gründerzeitliche Bau errichtet wurde. Seitdem hat sich sehr viel verändert. „Wir informieren die Besucher über die Historie, aber vor allem auch über die Sanierung des Hauptgebäudes“, sagt Ute Wiesner vom Stadtarchiv. Um 10 Uhr beginnt eine Führung, zu der das Stadtarchiv, die Döbelner Heimatfreunde und Schulleiter Michael Höhme einladen. „Sie ist für etwa zwei Stunden angesetzt. Treff ist um 9.45 Uhr“, ergänzt sie.
Lessing-Gymnasium in Döbeln Dem Königlichen Ministerium für Kultus ist es zu verdanken, dass zwischen 1869 und 1871 dieser gründerzeitliche Bau errichtet wurde. Seitdem hat sich sehr viel verändert. „Wir informieren die Besucher über die Historie, aber vor allem auch über die Sanierung des Hauptgebäudes“, sagt Ute Wiesner vom Stadtarchiv. Um 10 Uhr beginnt eine Führung, zu der das Stadtarchiv, die Döbelner Heimatfreunde und Schulleiter Michael Höhme einladen. „Sie ist für etwa zwei Stunden angesetzt. Treff ist um 9.45 Uhr“, ergänzt sie.
Historische Backstube in Roßwein Während des Schul- und Heimatfestes in Roßwein gab es ein spezielles „Jubiläumsbrot“. Für den Tag des offenen Denkmals ist so etwas zwar nicht geplant, erklärt eine Mitarbeiterin. Allerdings gewährt die Bäckerei Möbius einen Einblick in die historische Backstube an der Döbelner Straße 23. Zwischen 10 und 16 Uhr können unter anderem der originale Dampfbackofen von 1936 sowie historische Geräte bestaunt werden. „Außerdem haben wir die Gaststube neu ausgestattet, aber mit altem Charme“, ergänzt sie.
Historische Backstube in Roßwein Während des Schul- und Heimatfestes in Roßwein gab es ein spezielles „Jubiläumsbrot“. Für den Tag des offenen Denkmals ist so etwas zwar nicht geplant, erklärt eine Mitarbeiterin. Allerdings gewährt die Bäckerei Möbius einen Einblick in die historische Backstube an der Döbelner Straße 23. Zwischen 10 und 16 Uhr können unter anderem der originale Dampfbackofen von 1936 sowie historische Geräte bestaunt werden. „Außerdem haben wir die Gaststube neu ausgestattet, aber mit altem Charme“, ergänzt sie.
Bahnhof in Klosterbuch Von 1868 bis 1972 war der Bahnhof in Klosterbuch geöffnet und in Betrieb. Heute gehört er dem Verein Be-Greifen, wurde saniert und kann besichtigt werden. Am Tag des offenen Denkmals sind das Gebäude sowie das Außengelände von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Auf Anfrage bietet Andres Riethig auch Führungen an. Im Gebäude befindet sich seit 2008 außerdem ein kleines Museum mit Erinnerungsstücken an die Zeiten der Strecke Borsdorf–Coswig. Auch die BSW-Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte Döbeln ist vor Ort.
Bahnhof in Klosterbuch Von 1868 bis 1972 war der Bahnhof in Klosterbuch geöffnet und in Betrieb. Heute gehört er dem Verein Be-Greifen, wurde saniert und kann besichtigt werden. Am Tag des offenen Denkmals sind das Gebäude sowie das Außengelände von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Auf Anfrage bietet Andres Riethig auch Führungen an. Im Gebäude befindet sich seit 2008 außerdem ein kleines Museum mit Erinnerungsstücken an die Zeiten der Strecke Borsdorf–Coswig. Auch die BSW-Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte Döbeln ist vor Ort.
Kirche St. Pankratius in Tragnitz Die Architektur der Dorfkirche in Tragnitz ist vielfältig: Chor und ein Teil des Turmes stammen aus dem späten Mittelalter. Viele Jahre lang fehlte der Dachreiter auf ebendiesem Turm. Angeblich, damit St. Pankratius nicht höher als die Leisniger Stadtkirche ist. Doch seit rund zwei Jahren hat das Gebäude sein ursprüngliches Aussehen zurück. Ein Blick zur Decke im Inneren der Kirche lohnt sich: Dort befindet sich blaue Rankenmalerei. Der Tag beginnt um 10.15 Uhr mit einem Gottesdienst. Geöffnet ist das Bauwerk bis 16 Uhr.
Kirche St. Pankratius in Tragnitz Die Architektur der Dorfkirche in Tragnitz ist vielfältig: Chor und ein Teil des Turmes stammen aus dem späten Mittelalter. Viele Jahre lang fehlte der Dachreiter auf ebendiesem Turm. Angeblich, damit St. Pankratius nicht höher als die Leisniger Stadtkirche ist. Doch seit rund zwei Jahren hat das Gebäude sein ursprüngliches Aussehen zurück. Ein Blick zur Decke im Inneren der Kirche lohnt sich: Dort befindet sich blaue Rankenmalerei. Der Tag beginnt um 10.15 Uhr mit einem Gottesdienst. Geöffnet ist das Bauwerk bis 16 Uhr.
Gasthof „Zum wilden Mann“ in Ostrau Erbaut wurde der Gasthof im Jahre 1850. Nachdem es seit 2000 leer stand, gründeten Ostrauer Bürger 2011 einen Verein zur Rettung des ehemaligen Gasthofs. Aktuell wird er noch saniert. Die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Von 14 bis 18 Uhr öffnen sich am Sonnabend die Pforten für Besucher. Ab 15 Uhr führt Thorsten Kühnrich, Architekt und Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege, durch das Gebäude. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde. Zudem gibt es eine Ausstellung zum Werdegang des Denkmals.
Gasthof „Zum wilden Mann“ in Ostrau Erbaut wurde der Gasthof im Jahre 1850. Nachdem es seit 2000 leer stand, gründeten Ostrauer Bürger 2011 einen Verein zur Rettung des ehemaligen Gasthofs. Aktuell wird er noch saniert. Die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Von 14 bis 18 Uhr öffnen sich am Sonnabend die Pforten für Besucher. Ab 15 Uhr führt Thorsten Kühnrich, Architekt und Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege, durch das Gebäude. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde. Zudem gibt es eine Ausstellung zum Werdegang des Denkmals.
Schloss Gersdorf in Striegistal Auch Schloss Gersdorf lädt zur Besichtigung zum Tag des offenen Denkmals ein. Los geht es um 11 Uhr mit einem gemütlichen Brunch. Je nach Bedarf, aber spätestens 13 Uhr, beginnt danach die erste Führung. Im Vordergrund steht in diesem Jahr das sogenannte Torwächterhaus, bei dessen Sanierung Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten der Nutzung entdeckt wurden. Um 14 Uhr werden in einem Vortag die Ergebnisse der bauhistorischen Auswertung präsentiert. Bis circa 18 Uhr ist das Schloss für Besucher geöffnet.
Schloss Gersdorf in Striegistal Auch Schloss Gersdorf lädt zur Besichtigung zum Tag des offenen Denkmals ein. Los geht es um 11 Uhr mit einem gemütlichen Brunch. Je nach Bedarf, aber spätestens 13 Uhr, beginnt danach die erste Führung. Im Vordergrund steht in diesem Jahr das sogenannte Torwächterhaus, bei dessen Sanierung Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten der Nutzung entdeckt wurden. Um 14 Uhr werden in einem Vortag die Ergebnisse der bauhistorischen Auswertung präsentiert. Bis circa 18 Uhr ist das Schloss für Besucher geöffnet.
Sommerkirche in Mochau Hier bekommt der Tag des offenen Denkmals eine völlig neue Bedeutung: Es ist ein Tag des nach oben offenen Denkmals. Seit 1290 ist erwiesen, dass in Mochau eine Kirche steht. Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das in den Jahren 1848/49 erbaute Kirchenschiff ist heute nur noch eine Ruine. Seit 1997 hat man aus der Not eine Tugend gemacht: Das historische Gebäude wird nun als Sommerkirche genutzt. Von 11 bis 17 Uhr können sich Interessierte durch den Turm und das verbliebene Schiff führen lassen.
Sommerkirche in Mochau Hier bekommt der Tag des offenen Denkmals eine völlig neue Bedeutung: Es ist ein Tag des nach oben offenen Denkmals. Seit 1290 ist erwiesen, dass in Mochau eine Kirche steht. Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das in den Jahren 1848/49 erbaute Kirchenschiff ist heute nur noch eine Ruine. Seit 1997 hat man aus der Not eine Tugend gemacht: Das historische Gebäude wird nun als Sommerkirche genutzt. Von 11 bis 17 Uhr können sich Interessierte durch den Turm und das verbliebene Schiff führen lassen.
Burgberg in Zschaitz Die Kinder der Hortgruppe Freche Stifte der Kita Zschaitz-Ottewig kümmern sich, so könnten Außenstehende denken, um ein einfaches Stück Wiese. Doch auf dem Burgberg in Zschaitz sind noch Überreste einer frühmittelalterlichen Befestigung zu sehen. Die Kinder haben das Denkmal „adoptiert“ und unter anderem beschildert. Die Hortgruppe wird Führungen vornehmen. Sie wird von Mitarbeitern des Landesamtes für Archäologie Sachsen – hier im Bild Archäologe Michael Strobel – unterstützt. Gäste sind von 13 bis 17 Uhr willkommen.
Burgberg in Zschaitz Die Kinder der Hortgruppe Freche Stifte der Kita Zschaitz-Ottewig kümmern sich, so könnten Außenstehende denken, um ein einfaches Stück Wiese. Doch auf dem Burgberg in Zschaitz sind noch Überreste einer frühmittelalterlichen Befestigung zu sehen. Die Kinder haben das Denkmal „adoptiert“ und unter anderem beschildert. Die Hortgruppe wird Führungen vornehmen. Sie wird von Mitarbeitern des Landesamtes für Archäologie Sachsen – hier im Bild Archäologe Michael Strobel – unterstützt. Gäste sind von 13 bis 17 Uhr willkommen.

Tomáš Ondrušek saniert derzeit das ehemalige Ballhaus Lindenhof in Waldheim. Musik muss da natürlich sein, deshalb wird eine internationale Trommel- und Tanzgruppe auftreten. „Wir sind von 11 bis 16 Uhr vor Ort“, erzählt er. Außer dem Blick hinter die Kulissen möchte Ondrušek um Mitglieder für den Erhalt des Ballhauses werben.

Es ist nicht das einzige Denkmal, das im Altkreis zugänglich ist. Insgesamt sind es 15. Die ehemaligen Gemächer von Mönchen und Rittern sind im Kloster Buch (10.30 bis 17 Uhr) und der Burg Mildenstein (10 bis 18) zu besichtigen. In Striegistal öffnen das Schloss Gersdorf (14 bis 18) und der Aussichtsturm in Böhrigen (9 bis 18).

Beim Dampfmaschinenverein in Roßwein werden Kessel und Dampfmaschine im Museum bis 17 angeworfen. Im Rittergut Schloss Ehrenberg wird es nicht nur technisch, sondern auch märchenhaft (13 bis 18). Außergewöhnlich mutet der Harthaer Friedhof als Denkmal an (8 bis 20). (sol)

www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/sn/49/