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Von der Landwirtschaft zum Bauunternehmen

Das Freitaler Unternehmen Arndt Brühl blickt auf den Start vor 25 Jahren zurück. Zurzeit tut die Firma etwas für Radfahrer.

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© Karl-Ludwig Oberthür

Von Erik Jahn

Freital. „Zu Bauen gab es ja damals, weiß Gott, genug“, sagt Uwe Stoll, wenn er über die Gründung der Firma vor 25 Jahren spricht. Sein Schwiegervater, Arndt Brühl, war damals Bürgermeister in Pohrsdorf bei Freital. Nach einer Reise nach Oberbayern, um Erfahrungen auszutauschen, fasste Brühl 1991 den Entschluss zur Firmengründung mit Sitz zunächst in Pohrsdorf. Seit 2003 ist Stoll Inhaber und Geschäftsführer des Bauunternehmens.

Den ersten großen Auftrag in Höhe von 3,5 Millionen D-Mark gab es im Jahr 1995. Es ging um die Kompletterschließung des Wohngebietes Niedergrumbach. Für das junge Unternehmen mit seinen damals zehn bis 15 Beschäftigten sei das eine große Herausforderung gewesen, erinnert sich Stoll, damals Prokurist. „Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern hatten wir keine Muttergesellschaft im Westen, die finanzielle und technische Unterstützung bot.“ Die erste Schaufel habe man sich selber kaufen müssen. Auch Erfahrungen habe man erst selber machen sowie entsprechendes Fachwissen sich nach und nach „abends auf der Schulbank“ aneignen müssen. „Von uns kam ja auch keiner aus der Baubranche“, verrät der Bauunternehmer. „Diejenigen, die von Anfang an dabei waren, kamen alle aus der Landwirtschaft.“ Als das Büro der Firma in Pohrsdorf zu klein wurde und auch nicht mehr ausreichend Platz für alle Baumaschinen vorhanden war, beschloss man 2008, auf das jetzige Firmengelände an der Dresdner Straße 9 in Freital umzuziehen.

Heute sei das Unternehmen vor allem bei öffentlichen Auftraggebern ein gefragter Partner in Sachen Kanal- und Wasserbau. Direkt in Freital betreibe man derzeit eine größere Baustelle mit dem Bau des neuen Rad- und Gehweges von Freital nach Tharandt.

Mit 160 Gästen hat das Unternehmen Ende April im Bahnhof Wilsdruff sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Statt der üblichen Blumen bat Uwe Stoll, der übrigens auch Ortsvorsteher in Pohrsdorf ist, um finanzielle Zuwendungen, die dem Tanzteam Wilsdruff gespendet wurden. Seit etwa zehn Jahren engagiert sich die Firma auch beim jährlichen Promikugelstoßen in Weißig bei Freital für einen guten Zweck. Dieses Jahr kommt der Erlös in Höhe von 1 333 Euro zwei Kitas in der Region zugute.