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VR-Bank schließt Ostrauer Filiale

Die Kunden sollen entscheiden, ob sie künftig nach Döbeln oder Lommatzsch fahren.

© Dietmar Thomas

Ostrau. Die Filiale der VR-Bank Mittelsachsen im Geschäftshaus am Karl-Liebknecht-Platz 1 schließt. „Zum 31. Oktober wird die Geschäftsstelle Ostrau an die Geschäftsstellen Döbeln und Lommatzsch angebunden“, heißt es in der Pressemitteilung der VR-Bank Mittelsachsen. Auf Nachfrage des DA bestätigte Pressesprecher Robert Thater, dass es dann am Standort Ostrau keine Automaten der VR-Bank Mittelsachsen mehr gibt, an denen die Mitglieder wie auch Kunden Bargeld abheben und Kontoauszüge drucken können.

„Über die Schließung bin ich nicht informiert und sie überrascht mich“, so Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Wenn dem so sei, fände er die Entscheidung sehr schade, da die Bank im ländlichen Raum traditionell viele Kunden habe – vor allem Ältere, die wenig auf das Online-Banking zurückgreifen können oder wollen.

Teppich Schmidt
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Der Pressesprecher der VR-Bank Mittelsachsen begründet die Zusammenführung mit dem veränderten Kundenverhalten. Die Digitalisierung nehme immer mehr zu.

Etwa 50 Prozent der Privatkunden und mehr als 85 Prozent der Firmenkunden hätten ein Online-Konto. Diese Entwicklung werde in den kommenden Jahren verstärkt, sodass durch den Vorstand wie auch Aufsichtsrat einstimmig der Beschluss zur Zusammenführung von drei Geschäftsstellen mit größeren Filialen gefasst wurde. Neben Ostrau schließen die Filialen in Eppendorf und Rechenberg-Bienenmühle.

Welche der anderen Geschäftsstellen am besten für die Kunden und Mitglieder zu erreichen sind, könnten diese selbstverständlich eigenständig entscheiden, so Thater. In Anbetracht umfangreicher Untersuchungen und Analysen auf Basis der betriebswirtschaftlichen Ist-Daten sowie möglichen Einsparungen und regionaler Gegebenheiten sei jener Schritt für die VR-Bank Mittelsachsen unabdingbar.

Bereits im Juni 2014 wurden fünf kleine Filialen der VR-Bank geschlossen, weil sie sich nicht mehr rentierten (DA berichtete). Dazu gehörten neben der Filiale in Börtewitz die in Oberbobritzsch, Lichtenberg, Miltitz und Großvoigtsberg. (DA/je)