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Was Hohnstein anpacken will

Fördermittel fließen für Schulen und Kitas. Doch das Ganze hat auch einen Haken.

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© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

Hohnstein. In den Schubladen der Schreibtische im Hohnsteiner Rathaus schlummern so einige Vorhaben, die die Stadt bislang nicht umsetzen konnte. Es fehlte einfach das Geld dafür. Bund und Land haben nun für alle ein Investitionspaket geschnürt, welches die Kommunen unterstützen soll.

Hohnsteins Großprojekte

Grundschule Hohnstein Für 2017 und 2018 ist die Sanierung der Fußböden in zwei Zimmern vorgesehen. Die hatten bei heftigen Regenfällen einen Wasserschaden davongetragen.
Grundschule Hohnstein Für 2017 und 2018 ist die Sanierung der Fußböden in zwei Zimmern vorgesehen. Die hatten bei heftigen Regenfällen einen Wasserschaden davongetragen.
Förderschule Ehrenberg Schon im nächsten Jahr soll die Förderschule in Ehrenberg brandschutztechnisch aufgerüstet werden. 2018 soll in der Kita im Haus gebaut werden.
Förderschule Ehrenberg Schon im nächsten Jahr soll die Förderschule in Ehrenberg brandschutztechnisch aufgerüstet werden. 2018 soll in der Kita im Haus gebaut werden.
Sportgebäude Sportplatz Hohnstein Das Investitionspaket wäre auch eine Chance für den Hohnsteiner Sportverein. 2017 stehen neue elektrische Anlagen im Sportgebäude im Plan.
Sportgebäude Sportplatz Hohnstein Das Investitionspaket wäre auch eine Chance für den Hohnsteiner Sportverein. 2017 stehen neue elektrische Anlagen im Sportgebäude im Plan.
Sporthalle Hohnstein Im Jahr 2020 hat die Stadt die Sanitäranlagen in der Turnhalle eingeordnet. 2019 könnten schon die Elektrik sowie der Prallschutz erneuert werden.
Sporthalle Hohnstein Im Jahr 2020 hat die Stadt die Sanitäranlagen in der Turnhalle eingeordnet. 2019 könnten schon die Elektrik sowie der Prallschutz erneuert werden.

Die Stadt Hohnstein erhält nach dem Personenschlüssel vom Bund 71 250 Euro. Zuzüglich der Eigenmittel stünden so 95 000 Euro zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass dieses Geld in Projekte fließt, die der energetischen Sanierung dienen. Der Freistaat stellt Fördermittel in Höhe von 200 250 Euro zur Verfügung. Zusammen mit eigenem Kapital stehen also für die Stadt Stolpen 267 000 Euro bereit. Dazu kommt eine Investitionspauschale in Höhe von 39 866 Euro, die auch zur Finanzierung des Eigenanteils verwendet werden kann. Das Geld allerdings kann die Stadt erst einmal nicht verplanen, weil es erst 2020 kommt. Diese Investitionspauschale zahlt der Landkreis. Und der bevorzugt die Kommunen, die eine offene Asylpolitik betrieben. Hohnstein zählt wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern nicht dazu. Deshalb muss die Stadt nun auch auf das Geld warten. Zu verantworten hat das auch der Stadtrat. Dort allerdings monierte man die Auszahlungspraktiken des Landratsamtes.

Projekte gibt es aber einige, vor allem auch welche, die schon länger anstehen, bislang aber nicht verwirklicht werden konnten. Hauptproblem sei die Turnhalle der Hohnsteiner Grundschule. Deren Zustand werde jedes Jahr immer wieder neu angesprochen, sagt Hohnsteins Bauamtsleiterin Maike Winkler. Schwerpunkt seien die Sanitäranlagen. Die müssten komplett erneuert werden. Außerdem stellten die elektrischen Anlagen aus den 80er Jahren ein erhöhtes Brandschutzrisiko dar. Die Bauamtsleiterin will jetzt noch prüfen lassen, ob das Vorhaben Turnhalle auch über das Programm „Vitale Dörfer“ gefördert werden könnte. Dann könnte das dafür eingeplante Geld noch für weitere Maßnahmen verwendet werden.

Noch Wünsche offen

Um den Brandschutz geht es auch in der Förderschule in Ehrenberg. Der Landkreis hatte der Stadt als Eigentümer der Immobilie bereits mehrere Auflagen erteilt. Die Stadt Hohnstein hatte dieses Projekt aus Geldmangel immer hinausgeschoben. Mit dem Investitionspaket könnte die Schule nun endlich brandschutzsicher umgebaut werden. Die Stadträte hatten aber auch noch einige Wünsche mehr. Stadtrat Ralph Lux (UWV) erinnerte an die Fenster in der Ulbersdorfer Kegelbahn. Die stehen ebenfalls schon seit Längerem im Plan. Immerhin befinden sich die Ulbersdorfer Kegler im Wettkampfbetrieb und da sollten sie schon ordentliche Bedingungen vorfinden.

Ob die Kegelbahn nun noch mit aufgenommen wird, ist unklar. Auf jeden Fall werde man noch einige Projekte nachmelden, oder auch als Ersatz vorschlagen, falls das eine oder andere Vorhaben nicht genehmigt werde.

Vor allem aus den Bereichen Brachflächenrevitalisierung und Gewässerinstandsetzung gebe es noch einige Projekte, so die Bauamtsleiterin. Aus diesem Grund sollen in den nächsten Tagen auch noch weitere Maßnahmen geprüft werden.