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Was wird mit dem Kuxberg-Kreisel?

Der Kreisverkehr ist als Provisorium gebaut und soll wieder verschwinden. Dohna aber hat andere Pläne.

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© Archivfoto: Katja Frohberg

Von Heike Sabel

Dohna. Obwohl nicht ganz rund, ist der Kreisverkehr am Kuxberg eine runde Sache. Seit knapp einem Jahr fließt der Verkehr zwischen Autobahnzubringer, Dohna, dem Müglitztal und Köttewitz über ihn. Obwohl nur als Umleitung für den Brückenbau an der Weesensteiner Straße gebaut, bewährt sich der Kreisel so gut, dass ihn Dohna gern behalten will. „Aus unserer Sicht haben sich der Verkehrsfluss und die Sicherheit verbessert“, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU).

Einen Haken freilich hat der Kreisel: Der vergangene Winter war nicht dazu geeignet, ihn bei Schnee und Eis zu testen. Dann nämlich könnte es für aus dem Tal kommende Fahrzeuge problematisch werden, zu halten und vor allem wieder weiterzufahren. Sicher müsse ein dauerhafter Kreisverkehr etwas anders aussehen, sagt Müller, aber zunächst geht es erst einmal darum, ihn zu behalten.

Vergangene Woche fand dazu ein Gespräch mit dem Landratsamt und dem Landesamt für Straßen und Verkehr statt. Das Landesamt hat zunächst mehrfach klipp und klar gesagt: Man habe keine Pläne für den Bau eines Kreisverkehrs, der bisherige werde zurückgebaut. Schon vor über zwei Jahren wurde ein Kreisel mit dem Verweis, es sei kein Unfallschwerpunkt, abgelehnt.

Überzeugungsarbeit gefragt

Auf der Suche nach einer Entspannung der Verkehrssituation am Kuxberg gab es zwischenzeitlich auch den Vorschlag, an den Mittelleitplanken etwas zu tun. Die nämlich sind den aus Richtung Köttewitz kommenden Kraftfahrern optisch im Weg. Aufgrund der topographischen Lage des Kreuzungsbereiches der Straßen ist es mitunter schwer, die dahinter fahrenden Fahrzeuge zu sehen.

Da im Bereich der Schutzplanken bereits 50 km/h gilt und das letzte Stück vor dem Kreisverkehr aus Richtung Zubringer bereits keine mehr hat, könnte man sie doch insgesamt entfernen. Das schlugen Kraftfahrer vor. Doch das ist kein Thema, sagt das Landesamt. Damit ist zumindest das vom Tisch. In Sachen Kreisverkehr gibt es hingegen inzwischen offenbar einen Sinneswandel.

Denn jetzt heißt es aus dem Landesamt, man werde nicht über Nacht entscheiden, ob es auch andere Varianten gibt. Ob das den Durchbruch bedeutet, kann nicht gesagt werden. Bürgermeister Müller jedenfalls gibt sich noch nicht geschlagen. „Aktuell wird nach Möglichkeiten gesucht, das Landesamt zu überzeugen, eine Planung anzustrengen bzw. von dritter Seite eine Vorarbeit leisten zu lassen.“

Die Zuständigkeiten sind für Außenstehende nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen. Für den provisorischen Kreisverkehr als Umleitung für eine Baumaßnahme des Kreises war der zuständig. Geht es um einen Kreisel auf Dauer, ist das Landesamt gefragt.

Noch ist es etwas Zeit für eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Kreisels. Zunächst wird er bis voraussichtlich Jahresende benötigt. So lange dauert der Bau der Brücke an der Weesensteiner Straße. Dohna will die Zeit nutzen.