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Schlösser und Burgen in Tschechien bieten Weihnachtsstimmung

Weihnachtsmarkt-Fans kommen auch in Tschechien auf den Geschmack. Schon kurz hinter der Grenze geht es los. Wo es besonders heimelig ist.

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Der Weihnachtsmarkt in Ústí Nad Labem.
Der Weihnachtsmarkt in Ústí Nad Labem. © CTK

Prag. Zahlreiche Schlösser und Burgen in Tschechien laden in der Adventszeit zu Weihnachtsmärkten, Ausstellungen und Konzerten ein. Im Schlosshof von Decin (Tetschen) an der Grenze zu Sachsen warten am 17. Dezember Stände mit kulinarischen und kunsthandwerklichen Angeboten auf Besucher. Örtliche Chöre und Orchester sorgen für Livemusik wie die Veranstalter mitteilten. Wie Weihnachten im 19. Jahrhundert auf dem Schloss in Doksy in Nordböhmen gefeiert wurde, das zeigen am 9. Dezember Führungen mit Schauspielern in historischen Kostümen.

Weiter südlich erstrahlt Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau) in weihnachtlichem Glanz. Die Unesco-Welterbestätte liegt rund 70 Kilometer von Passau entfernt. Der Weihnachtsmarkt befindet sich in der mittelalterlichen Altstadt. Am 24. Dezember ab 10.00 Uhr bekommen die im Burggraben gehaltenen Bären traditionell Geschenke in Form von Gebäck und Früchten. Dazu erklingen weihnachtliche Fanfarenklänge vom Schlossturm. Knapp 40 Kilometer weiter nordöstlich lockt das Schloss von Trebon mit Führungen durch die weihnachtlich geschmückten einstigen Fürstenkammern. Am 16. und 17. Dezember gibt es zudem einen Adventsmarkt auf dem Schlosshof.

Ganzjährig geöffnet ist das barocke Schloss in Zdar nad Sazavou. "Jede Jahreszeit hier hat ihren eigenen Zauber", sagte Schlossherr Constantin Kinsky. Der Adelige, der im Exil in Frankreich aufwuchs, lud dazu ein, die "herrliche Ruhe" der Landschaft zu erleben. Am 16. Dezember wird für vorangemeldete Besucher ein Weihnachtsbastelworkshop für Kinder angeboten, am nächsten Abend folgt ein Streichkonzert. "Kreativität ist wie ein Muskel, man muss ihn nur trainieren", betonte Kinsky, der auch ein bekannter Mäzen ist. (dpa)