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Weinböhlaer Straße später fertig

Drei große Straßenbaustellen beeinflussen derzeit den Verkehr. An der Moritzburger Straße rücken die Bagger bald weiter.

© Arvid Müller

Von Ines Scholze-Luft

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Das Schlittschuhlaufen im FEZ “Hains“ ist ein herrlicher Spaß – egal ob als Eisprinzessin oder -prinz, mit Pirouetten drehen oder als blutiger Anfänger.

Coswig. Wer momentan auf der Auerstraße oberhalb der Straßenbahn zu tun hat, kann bei der Anfahrt schon etwas ins Schwitzen kommen. Vor allem, wenn er die Sperr- und Umleitungshinweise auf der Weinböhlaer Straße verpasst. Dann steht er dort nicht nur an der Ampel, die den Verkehr an der Baustelle auf den etwa 190 Metern zwischen Auerstraße und Forsthaus regelt. Sondern stellt auch fest, dass er gar nicht in die Auerstraße Richtung Spitzgrund abbiegen kann. Weil auf der Einmündung gebaut wird.

Seit Ende September rollen die Baufahrzeuge. Fürs Erneuern der Fahrbahn und Einrichtungen der Straßenentwässerung, jeweils halbseitig. Zuerst war die Fahrbahnseite am früheren Stadtbad dran. Das bedeutete eine gesperrte Zu- und Ausfahrt der unteren Auerstraße. Dann wechselte der Bau auf die andere Fahrbahnseite. Nun können die Autos zwar in die Auerstraße Richtung Industriestraße hineinfahren, aber nicht hinaus. Auf der gegenüberliegenden Seite sind Auer-, West- und Salzstraße blockiert.

Dass die Straßen gleich komplett gesperrt wurden und nicht durch eine große Ampelanlage nacheinander in den Verkehr einbezogen sind, erklärt Coswigs Ordnungsamtschef Olaf Lier damit, dass zum einen der Bau zügig vorangehen soll und zum anderen der Fahrzeugfluss auf der Weinböhlaer Straße als wichtiger Verkehrsader gesichert werden muss. Wäre eine Lichtsignalanlage mit mehreren Ampeln angelegt worden, brauchte es sehr lange, bis die jeweiligen Richtungen erneut freigegeben werden.

Eine ähnliche Situation hatte sich vor nicht all zu langer Zeit bei der Sanierung der Dresdner Straße in Brockwitz an der Einmündung Cliebener Straße ergeben.

Freut sich nun jemand darauf, dass die Arbeit an der Weinböhlaer Straße mit all ihren Einschränkungen in den nächsten Tagen endet – das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) als Bauherr hatte den 9. November als Bauzeitende angegeben –, der muss sich wohl länger gedulden, bis der neue Asphaltoberbau den gesamten Straßenabschnitt bedeckt.

An der Baufirma liegt es nicht, sie ist Olaf Lier zufolge zügig und ordentlich am Werk. Nicole Wernicke, Lasuv-Pressestelle, weiß, weshalb sich die Freigabe der Weinböhlaer Straße verzögert. Aufgrund zusätzlicher Arbeiten an den Medienträgern – Gas, Trinkwasser, Telekom – sowie nicht geplanter Sicherungsmaßnahmen an diesen Leitungen ergibt sich eine Terminverschiebung, informiert sie auf SZ-Nachfrage. Sofern das Wetter mitspielt, ist als neuer Fertigstellungstermin der 23. November geplant, heißt es weiter. Der nächste Abschnitt Richtung Stadtzentrum Coswig befinde sich in der Planung. Es wird ein Ausbau im Jahr 2019 angestrebt.

Wo die Baustelle jetzt endet, am Forsthaus, soll der nächste Abschnitt ansetzen. Jedoch erst Mitte 2019, wenn die Moritzburger Straße fertig ist. Derzeit macht das Nebeneinander der beiden großen Baustellen Weinböhlaer und Moritzburger Straße schon manchem Autofahrer sehr zu schaffen – trotz rechtzeitig angekündigter Umleitungen. Da sollen die Baustellen nicht noch dichter zusammen liegen, wie das bei einem gleichzeitig laufenden zweiten Bauabschnitt der Weinböhlaer Straße der Fall wäre, heißt es aus dem Rathaus.

Deshalb ist es von Vorteil, dass der Bau auf den beiden im Sommer begonnenen Teilstrecken der Moritzburger Straße – insgesamt bis Ende Juli 2019 veranschlagt – im Plan liegt. Wie Olaf Lier sagt, rücken die Bauleute auf der insgesamt 800 Meter langen Baustrecke im Spitzgrund voraussichtlich am 12. November auf den dritten von vier Teilabschnitten, an der Birkenstraße, vor. Zu erreichen sind Baustellenanlieger weiter über Hohenstein- und Friedewaldstraße sowie den Sachsenlaufweg.

Auch der etwa 470 Meter lange Bauabschnitt im unteren Bereich der Moritzburger Straße zwischen Kreisverkehr und Salzstraße ist noch mal aufgeteilt, damit möglichst viele Anlieger Zufahrt haben. Hier soll es Mitte Dezember weiterrücken.

Die dritte große Straßenbaumaßnahme mit Vollsperrung findet sich auf der knapp einen Kilometer langen Industriestraße. Derzeit erneuert die Baufirma den ersten von zwei Abschnitten, von Dresdner Straße bis zur Straße Am Baggerteich. Vor allem für Lkws ist die Umleitung über den teils sehr engen Ziegelweg nicht einfach zu meistern.

Bis zum Frühjahr soll der erste Abschnitt fertig sein, dann folgt Teil zwei bis Ziegelweg. Ein etwas komplizierter Bau, sagt Olaf Lier. Wichtig für das Vorhaben: Dass jetzt der Asphalt eingebaut werden kann, bevor die Temperaturen fallen.