merken
PLUS Weißwasser

Eisschnellläufer können sich nicht treffen

1970 startete in Weißwasser das Abenteuer Eisschnelllauf im Wilhelm-Pieck-Stadion. Deshalb war 2020 ein Treffen einstiger Akteure geplant.

Peter Weszkalnys vom Organisationsteam präsentiert schon mal die fertigen Erinnerungsgeschenke. Immerhin sollten sie ja schon diesen Mai verteilt werden.
Peter Weszkalnys vom Organisationsteam präsentiert schon mal die fertigen Erinnerungsgeschenke. Immerhin sollten sie ja schon diesen Mai verteilt werden. © Sabine Larbig

Weißwasser. Die Stadt war einst, neben Eishockey, auch eine Hochburg für Eiskunstlauf und Eisschnelllauf. Letzteres gab es im Wilhelm-Pieck-Kunsteisstadion, nachdem Eiskunstlauf aufgelöst wurde und Mädchen und Jungen begeistert das neue Abenteuer und Angebot annahmen. 20 Jahre lang, sprich bis zur Wende, machten die Weißwasseraner Eisschnellläufer national und international auf sich aufmerksam. Danach gab es die Sektion der SG Dynamo Weißwasser nicht mehr.

Was blieb, sind die Erinnerungen der einstigen Aktiven und Zuschauer und vor allem Medaillen von Spartakiaden, DDR-Meisterschaften sowie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Sie alle holten Eisschnellläufer, die ihre Karriere in Weißwasser begannen. Darunter die wohl bekanntesten Sportler Horst Meinhardt ((DDR-Sprintmeister 1970/71 und Trainer der Sektion Weißwasser), Olaf Zinke (olympische Goldmedaille 1992 in Albertville) und Christa Rothenburger (Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1984 und 1988, Silber 1988 und Bronze 1992).

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

„Von Herzblut getragen. Im Eisschnelllauf zu Hause“ hieß es einst. Kein Wunder, dass sich Sportler, Übungsleiter, Kampfrichter, Helfer und Trainer noch heute regelmäßig treffen. Anlässlich der 50 Jahre Eisschnelllauf sollte dies im Mai 2020 zum vierten Mal passieren. Durch Corona wurde nichts daraus. Auch der neue Termin, der 15. Mai 2021, musste wegen der Pandemie verschoben werden. „Wir werden uns nun am 28. Mai 2022 in Weißwasser treffen“, so Peter Weszkalnys. Der Gablenzler kam 1970, als die Sektion gegründet wurde, als 16-Jähriger zum Eisschnelllauf. „Eigentlich war ich aktiver Schwimmer. Doch der Eissport lockte mich.“ Dem Eisschnelllauf blieb Weszkalnys bis heute treu. Neben Teamkameraden wie Stefan Meistring, Roland Schulze und Jochen Philipp gehört er zum Vorbereitungsteam fürs Jubiläumstreffen. „Den neuen Termin haben wir beim Eissport Weißwasser bereits angemeldet, weil wir dann die Eishalle und den Traditionsraum benötigen“, so Weszkalnys. „Wir hoffen, dass dann unser Vorhaben klappt und Corona kein Hindernis mehr ist.“

Freuen können sich die Teilnehmer schon jetzt auf besondere Erinnerungsgeschenke: ein Jubiläumsheft zur Geschichte der Sektion Eisschnelllauf und ein bei Stölzle Lausitz speziell angefertigtes Glas in der Traditionsfarbe rot samt Eiskristall-Logo. Jeweils 300 Hefte und Gläser wurden angefertigt. In etwa mit so vielen Teilnehmern rechnen die Organisatoren beim Treffen. Gemäß dem im Erinnerungsheft befindlichen Motto „Gute Sportler sind diejenigen, an die man noch Jahre später zurückdenkt und mit denen man trotz hartem Training die schönste Zeit des Lebens hatte.“Orientiert wird sich bei der Vorbereitung übrigens an den Zahlen der Vorgängertreffen. 2013 waren es rund 200 Leute. Gesetzt wird bei der Information übrigens auf‘s Weitersagen durch Freunde, Familie, Bekannte und einstige Teamkollegen, nicht auf Voranmeldung. Das Konzept „Buschfunk“ funktioniert, wird daher auch beim Jubiläumstreffen beibehalten.

Begrüßung und Erinnerungsfoto in der Start- und Zielkurve vom einstigen Stadion sind, wie 2002, inzwischen nicht mehr möglich. Dafür geht es ja in die Eishalle samt Traditionsraum.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser