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Neuer Pavillon braucht neue Ideen

Genau das hatte sich der Gemeinderat Weißkeißel von der Investition versprochen. Für Weihnachten bleibt ein winziger Hoffnungsschimmer.

Der neue Pavillon am Freizeitpark ist nicht nur zum Feiern bei Dorffesten und Veranstaltungen gedacht. Hier können auch die Kinder unterm Dach Inline-Hockey spielen.
Der neue Pavillon am Freizeitpark ist nicht nur zum Feiern bei Dorffesten und Veranstaltungen gedacht. Hier können auch die Kinder unterm Dach Inline-Hockey spielen. © Sabine Larbig

Weißkeißel. Das ist Bürgerengagement, wie man es sich besser kaum wünschen kann, so jedenfalls war es in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus Weißkeißel zu vernehmen. Eine Bürgerin hatte sich eingefunden. Eine Frage an die Räte hatte Jana Weigert jedoch nicht. Dafür eine überraschend frohe Botschaft. Sie dankte dem Gemeinderat für die Einweihung des Dorfpavillons. Da habe sie mit verschiedenen Leuten erste Ideen für die weitere Nutzung „gesponnen“. Vorstellbar sei beispielsweise ein Trödelmarkt für den Kindergarten und Anderes mehr. Aber nicht nur das. Jana Weigert, die seit 1993 in Weißkeißel lebt und seit einem Jahr selbstständig ist, würde sich gern in die Organisation diverser Veranstaltungen einbringen.

Bürgermeister Andreas Lysk war hellauf begeistert. „Das Angebot freut mich wirklich sehr. Das ist genau der Schub, den wir uns davon versprechen“, wandte er sich an die Einwohnerin. Ähnliches hatte er bei der Einweihung des Pavillons am 2. Oktober zum Ausdruck gebracht, „aber nie und nimmer damit gerechnet, dass es gleich in der nächsten Ratssitzung fruchtet.“ Umso besser, fügte er nun an. Ob man für die Organisation von Veranstaltungen im Dorfpavillon eine Arbeitsgruppe gründet, wie es auch Frau Weigert vorschwebt, wisse er noch nicht. Aber Helfer seien jederzeit willkommen. „Dazu ist der Pavillon ja da, dass er gut genutzt wird“, so der Bürgermeister weiter. Spätestens im Januar werde man sich zusammenfinden, um den Terminplan für Freizeitpark und Pavillon 2021 zu füllen.

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Nach Information von Andreas Lysk gibt es bereits zwei Namensvorschlage für den Pavillon. Verraten wollte er die in der Ratssitzung allerdings nicht. Damit werde sich der Gemeinderat nichtöffentlich befassen und vielleicht kommen ja noch welche hinzu, hieß es. Unter den gegebenen Corona-Schutzvorschriften war am 2. und 3. Oktober die Eröffnung des Pavillons gefeiert worden. Weil dabei alle diszipliniert auf ihren Plätzen blieben, bedankte sich Andreas Lysk in der Ratssitzung noch einmal ausdrücklich für das Verständnis der Bürger.

Eine Seniorenweihnachtsfeier gibt es in Weißkeißel nicht. Davon hatte man schon vor Verkündung der neuesten Allgemeinverfügung des Freistaats Sachsen abgesehen. „Um die Senioren beim Kaffeetrinken der Risikogruppe nicht zusätzlich zu gefährden“, wie es hieß. Ebenso müsse man sich nun definitiv von der Dorfweihnacht verabschieden. „Aber die Hoffnung auf einen Weihnachtsmarkt haben wir noch nicht aufgegeben, auch wenn sie gegen Null geht“, erklärte Andreas Lysk. Bis Ende November gelten die Corona-Beschränkungen. Bis dahin sollte der Weihnachtsmarkt ja sowieso nicht stattfinden.

Wie es danach weitergeht, müsse man sehen. Sollten allerdings die Infektionszahlen bis Mitte des Monats weiter unvermindert steigen, könne man davon ausgehen, dass es dieses Jahr nichts mehr mit dem Weihnachtsmarkt wird. „Die Vorbereitungen laufen auf Sparflamme. Wenn sich irgendwie die Möglichkeit bietet, machen wir es“, ließ Andreas Lysk ein bisschen Hoffnung zu. „Aber nur bei vertretbarem Aufwand“, dämpfte er die Erwartungen.

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