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Wie sich die Region auf Weihnachten vorbereitet

Weihnachtsmärkte gehören in Weißwasser und Umgebung zur Adventszeit. Doch Corona macht Vorbereitungen schwer. Schon jetzt gibt es Absagen.

Jacqueline Umlauf von den Werkstätten der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH (GAB) Weißwasser bereitet jährlich kleine Geschenke aus Holz, Stoff und Metall vor, die es in der GAB und auf regionalen Weihnachtsmärkten gi
Jacqueline Umlauf von den Werkstätten der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH (GAB) Weißwasser bereitet jährlich kleine Geschenke aus Holz, Stoff und Metall vor, die es in der GAB und auf regionalen Weihnachtsmärkten gi © Joachim Rehle

Anders als gewohnt wird die Vorweihnachtszeit 2020. Zwar hat der Freistaat Sachsen erklärt, dass es Weihnachtsmärkte geben soll und kann – sofern die corona-bedingten Hygienekonzepte genehmigt werden, Abstandsregelungen und Auflagen eingehalten werden. Doch genau dies können viele Veranstalter nicht, weshalb es in der Region schon zu Absagen von Weihnachtsmärkten, -festen und -feiern kam. Andererseits haben sich einige Vereine und Kommunen noch nicht entschieden, ob es Weihnachtsangebote gibt und wenn ja, wo und in welcher Form. Wieder andere warten noch auf die Genehmigung der eingereichten Hygienekonzepte. Aber es wird, das ist die wirklich gute Nachricht, durchaus Veranstaltungen geben, mit denen große und kleine Besucher auf die Weihnachtszeit eingestimmt werden.

Weihnachtsmarkt der Glasmacherstadt

Bereits im August haben sich Veranstalter Stadtverein und zahlreiche Partner dazu entschieden, in Weißwasser einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Auch, weil Weißwasser in diesem Jahr 85 Jahre Stadtrecht hat und der Markt die einzige Veranstaltung im Jubiläumsjahr sein wird. „Wir haben mit vielen Partnern alle Anstrengungen unternommen, um das Event vorzubereiten. Gerade in diesem Jahr brauchen die Menschen etwas, um sich zu treffen, was zu erleben, Abwechslung zu haben, sich mit ihrer Stadt zu identifizieren. Weihnachten in der Glasmacherstadt bietet das und hat, durch Namen, Glasbläser und Veranstaltungsort, einen direkten Bezug zum Stadtjubiläum“, begründet Stadtvereins-Chef Frank Schwarzkopf. Das Hygienekonzept, Programm , Händler und Gastronomie stehen. Eingeladen zu „Weihnachten in der Glasmacherstadt“ wird somit auf dem Telux-Gelände vom 3. bis 6. Dezember. Geboten werden Unterhaltungs- und Rahmenprogramm für große und kleine Besucher, Markttreiben, traditionelles Handwerk wie Glasbläser und er Stollenanschnitt. Der Markt bleibt eintrittsfrei.

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Wichtelfest Erlichthof mit Änderungen

Alle Jahre wieder in der Adventszeit verwandelt sich die Erlichthofsiedlung Rietschen in ein großes Weihnachts- und Märchenland. Zum Wichtelfest am 29. November wird um 10 Uhr mit der Erlichthof-Glocke die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Doch es wird Einschränkungen geben, wie Uta John, Mitarbeiterin der Tourist-Info, weiß. „Wir sind zwar zuversichtlich, dass das Wichtelfest samt Markttreiben und Programm stattfindet, da wir beim Natur- und Fischerfest entsprechende Erfahrungen sammeln können“, sagt sie. So werde es in jedem Falle die Märchenparade geben und auch der Weihnachtsmann wird mit seinen Wichteln unterwegs sein – nicht aber in Räumlichkeiten. Die Sprechstunde des Bärtigen falle wegen der Abstandsregelungen aus, was ebenfalls für geplante Events in geschlossenen Räumen zutreffe und für das Programm der Erlichthof-Gaukler, die nun auf der Freilichtbühne auftreten. Ein Besuch, so John, lohne sich dennoch auf jedem Fall.

Erstmals Adventsfest in Weißkeißel

Durch den neu gebauten Veranstaltungspavillon im Freizeitpark von Weißkeißel werden ab diesem Jahr auch witterungsunabhängige Veranstaltungen möglich. Die Gemeinde lädt, in Zusammenarbeit mit allen örtlichen Vereinen und Feuerwehr, daher zum ersten Adventsfest ein, welches Startschuss zu einer Tradition werden soll. „Unser Adventsfest findet definitiv am 12. Dezember statt“, blickt Bürgermeister Andreas Lysk voraus. Näheres zum Programm könne er noch nicht sagen. „Die Vorbereitungen laufen noch.“

Bad Muskau und Stiftung sagen ab

Traditionell findet der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz statt. „Unser Markt lebt vom kuscheligen Charakter, dem engen Beieinanderstehen der Besucher an der Feuerschale, den dicht zusammenstehenden Buden und dem Programm auf der kleinen Bühne. Weil wir die Auflagen zu Hygiene- und Abstandsregeln auf der begrenzten Fläche nicht umsetzen können, haben wir uns schweren Herzens zu einer Absage des Weihnachtsmarktes entschieden“, sagt Bürgermeister Thomas Krahl. Ersatzlos gestrichen ist aus diesen Gründen gleichfalls die von der Fürst-Pückler-Stiftung veranstaltete Schlossweihnacht.

Krauschwitz sucht noch eine Lösung

Normalerweise steigt das Adventsfest rund um die evangelische Kirche in der Kirchstraße. Wegen der beengten Platzkapazitäten und der Corona-Bestimmungen suchen Verwaltung und CVJM noch nach einem geeigneten Ort für die Veranstaltung. Angefragt ist bereits beim Krauschwitzer Neißeland-Verein, der das Just-Stadion-Gelände als Pächter betreibt. „Noch ist nichts beschlossen, noch sind wir in der Phase der Klärung und Abstimmung. Doch wir wollen das Adventsfest und damit punkten. Auch, weil die Seniorenweihnachtsfeiern in den Ortsteilen, die in geschlossen Räumen und mit Risikogruppen stattfinden würden, abgesagt sind“, erklärt Bürgermeister Tristan Mühl

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