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Mars und Co. im Visier

Wie die Mitglieder des Vereins der Lausitzer Sterngucker Neugierigen in Krauschwitz einen Blick auf die Planeten ermöglichten.

Die Vereinsmitglieder der Lausitzer Sterngucker Horst Noack, Aron Reckzeh und Mattheus Freimut am vereinseigenen Spiegelteleskop auf dem Modellflugplatz.
Die Vereinsmitglieder der Lausitzer Sterngucker Horst Noack, Aron Reckzeh und Mattheus Freimut am vereinseigenen Spiegelteleskop auf dem Modellflugplatz. © Rolf Ullmann

Krauschwitz. Rüdiger Mönch, der Vereinsvorsitzende der Lausitzer Sterngucker, richtet den Beamer ein und überprüft, ob die Verbindung zum Notebook fehlerfrei funktioniert. Denn in wenigen Minuten soll hier auf dem Gelände des Modellflugplatzes bei Kaupen die einführende Präsentation über die Planeten Jupiter, Mars und Saturn erfolgen.

Die Auswahl gerade dieser drei Himmelskörper ist weder zufällig noch willkürlich erfolgt. Denn zum einen sind diese drei am klaren Firmament des Samstagabends besonders gut mit dem Teleskop zu beobachten und zum anderen stehen sie als Thema im Mittelpunkt des traditionellen deutschen Astronomietages. Unter dem Motto: „Die lange Nacht der Planeten“ sind deutschlandweit Interessenten eingeladen, einen Blick in die Tiefen des Alls zu werfen. In Sachsen beteiligten sich daran fünf Sternwarten beziehungsweise Vereine, die sich mit der Astronomie beschäftigen. Die Lausitzer Sterngucker gehören seit Jahren zu denen, die insbesondere diesen Tag nutzen, um sich als Verein der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Ein Angebot, von dem am Samstagabend zahlreiche Familien, aber auch einzelne Personen gern Gebrauch machten. Sie alle werden zum Auftakt gebeten, sich mit ihren Personalien in die Anwesenheitslisten einzutragen. „Das ist ein Teil der Auflagen, die wir mit der Genehmigung unserer Veranstaltung seitens der Gemeinde Weißkeißel und des Landratsamtes auferlegt bekommen haben“, erläutert Rüdiger Mönch. Dazu gehört auch die Maskenpflicht, wenn die Neugierigen einen Blick durch die Spiegel- beziehungsweise die Linsenteleskope auf Mars und Co. Richten wollen. Danach werden die Flächen, die sie dabei berührt haben, sofort mit einem Desinfektionsmittel behandelt.

Die Sterngucker nehmen die Auflagen ernst, und dies dient den nach und nach eintreffenden Besuchern als Vorbild. „Hier auf dem Modellflugplatz finden wir heute erneut ideale Bedingungen für unser Anliegen vor, den Neugierigen die Sterne etwas näher zu bringen und sie mit Hintergrundwissen darüber auszustatten“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Schon seit längerem funktioniert die Zusammenarbeit mit den Modellfliegern bestens. Sie stellen nicht nur ihr Gelände zur Verfügung, sondern versorgen die Gäste auch mit Bockwurst und Getränken an diesem Abend. Einen Becher Glühwein halten die Sternengucker selbst bereit. Denn die Vereinskasse nimmt jeden Cent und jeden Euro dankbar an. Schließlich kosten die Beobachtungsgeräte sowie die sonstige Ausrüstung eine Menge Geld.

So sind die Sterngucker sehr glücklich über eine Spende aus dem Fond der Aktion „Ehrenamt unbezahlbar Land“. Die 500 Euro haben dazu beigetragen, dass sie eine Kamera kaufen konnten, mit der die Beobachtungen am Teleskop filmisch festgehalten und dadurch aufbewahrt werden können. Derzeit zählen 16 Männer zum Verein der Lausitzer Sterngucker. Seit dessen Gründung im Jahr 2004 kommen sie regelmäßig aus ihren Wohnorten in Krauschwitz, Bad Muskau, Forst und Spremberg zu den Veranstaltungen unter freiem Himmel oder in der Sternwarte in Krauschwitz zusammen. Mit dem Astronomietag verabschieden sich die Hobbyastrologen als Verein für dieses Jahr von ihren Aktivitäten unter freiem Himmel. Die Mehrzahl der Sterngucker frönt aber danach weiterhin ihrem Hobby.

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