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Schon wieder brennt es in der Gelsdorfhütte

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage. Ermittelt wurde eine 16-Jährige, die womöglich für alle drei Brandstiftungen in Weißwasser verantwortlich ist.

Innerhalb weniger Tagen brannte es zum dritten Mal an der Gelsdorfhütte. 34 Kameraden der Feuerwehren aus Bad Muskau, Weißkeißel und Weißwasser löschten. Einige von ihnen wollten eigentlich an dem Abend das erste Bier auf der Terrasse einer Gaststät
Innerhalb weniger Tagen brannte es zum dritten Mal an der Gelsdorfhütte. 34 Kameraden der Feuerwehren aus Bad Muskau, Weißkeißel und Weißwasser löschten. Einige von ihnen wollten eigentlich an dem Abend das erste Bier auf der Terrasse einer Gaststät © Joachim Rehle

Weißwasser. Ein Feuerteufel hält Weißwasser in Atem. Zum bereits dritten Mal innerhalb nur weniger Tage hat es am Sonntagnachmittag auf dem Gelände der Gelsdorfhütte an der Forster Straße gebrannt. 15.51 Uhr ist die Feuerwehr Weißwasser alarmiert worden. Zunächst mit dem Stichwort Rauchentwicklung im Freien. Doch dabei blieb es nicht. Wie sich herausstellte, brannte diesmal Unrat in dem hinter dem Hauptgebäude – einer Ruine – befindlichen Flachbau der Gelsdorfhütte.

Nach Aussage von Feuerwehrchef Marcel Nestler wurde das Feuer von zwei Seiten abgelöscht. Gegen 16.35 Uhr war der Brand unter Kontrolle und eine reichliche halbe Stunde später das Feuer aus. 34 Einsatzkräfte der Feuerwehren Weißwasser, Weißkeißel und Bad Muskau waren diesmal beteiligt. Zurück in ihren Depots zeigte die Uhr die siebte Abendstunde. Die Kameraden hätten sich allesamt einen schöneren Sonntag vorstellen können. „Es zehrt an den Nerven“, bestätigte Marcel Nestler gegenüber TAGEBLATT. Er bedankte sich bei den anderen beiden Wehren, die schon zum dritten Mal auf der Forster Straße in Weißwasser mitgelöscht haben.

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War es eine Brandstifterin?

Wie bei den beiden Einsätzen in der Vorwoche lag am Sonntag erneut die Vermutung nahe, dass es sich um Brandstiftung handelte. „Diesen ersten Eindruck haben wir auch der Polizei mitgeteilt“, sagte Marcel Nestler. Zum Glück wurde wiederum niemand verletzt. Die Kameraden konnten ein weiteres Mal das Ausweiten des Feuers verhindern, nennenswerter Schaden entstand nicht. Trost oder gar Rechtfertigung für derlei Sinnlosigkeit kann das aber nicht sein. Denn jeder Brand aus Jux und Dollerei ist einer zuviel. Die Kameraden in den beteiligten drei Feuerwehren wünschen sich deshalb vor allem eines: „Dass man den Täter dingfest macht, damit die Brandserie ein Ende hat.“

Wie die Polizei mitteilt, konnten Beamte des Reviers Weißwasser eine 16-Jährige als Tatverdächtige ermitteln. „Die Jugendliche steht im Verdacht, auch für die Brände in den vergangenen Tagen in demselben Gebäude verantwortlich zu sein“, heißt es. Der Kriminaldienst in Weißwasser übernahm die Ermittlungen. Eine der Fragen dabei war, ob aus Langeweile, dem Drang nach Aufmerksamkeit oder aus welchen Gründen sonst die Feuer gelegt wurden.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) ist „sehr erbost, weil die Indizien klar dafür sprechen, dass die gleiche Person zum dritten Mal in der Gelsdorfhütte Feuer gelegt hat.“ Schon nach dem zweiten Feuer sei versucht worden, eine Sicherheitsverwahrung für die tatverdächtige Person zu erreichen. Das schien zu funktionieren. Leider nur für wenige Stunden.

So war es ganz offensichtlich nur eine Frage der Zeit, bis ein weiteres Feuer gelegt wurde. Das macht Feuerwehr, OB und die Anwohner sprachlos. Sie sind entsetzt und wütend zugleich. Deshalb hat sich Torsten Pötzsch erneut mit den zuständigen Behörden besprochen. „Es kann doch nicht sein, dass eine Person so lange zündelt, bis ein großer Schaden entstanden ist oder gar Menschenleben in Gefahr sind“, erklärte er auf Nachfrage von TAGEBLATT.

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