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Weißwassers eingefrorene Tradition taut auf

"Alles schön hier" - eine Kolumne von Weißwasser-Rückkehrer Gregor Schneider.

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Symbolbild
Symbolbild © Archiv: Matthias Schumann

Dreißig Sekunden ist das höchste der Gefühle! Eher 15, dann halte ich es meist nicht mehr aus. Nein, nicht in unserer herzerwärmenden City – ich meine die Zeit im winterlichen See. Schon zwei Gewässer haben wir dieses Jahr geentert, jeden Monat ein anderes; heute folgt das dritte. Und damit folgen wir wiederum einer großen, wenn auch relativ unbekannten Weißwasseraner Tradition. Darüber etwas zu erfahren, ist allerdings fast schon ein Fall für Polizeiruf-Kommissare. Auf einer Informationstafel am Jahnteich steht der einzige mir bisher bekannte Hinweis auf die hiesige Winterschwimmer-Ära: „In den 1980er Jahren entwickelten sich die Weißwasseraner Eisbader zum größten Winterschwimm-Club der DDR – im Januar 1985 fand sogar ein 100-Meter-Streckenschwimmen auf dem Jahnteich statt“. Das war’s, mehr war nicht zu finden.

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