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Weitere Rettungs-Leitstelle zieht nach Chemnitz um

Feuerwehrleute und Rettungskräfte befürchten mehr Falschalarmierungen.  

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Voraussichtlich am 5. Dezember soll die Umstellung der Rettungsleitstelle Freiberg, die für die Altkreise Mittweida und Freiberg zuständig ist , ebenfalls in die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz (IRLS) erfolgen.
Voraussichtlich am 5. Dezember soll die Umstellung der Rettungsleitstelle Freiberg, die für die Altkreise Mittweida und Freiberg zuständig ist , ebenfalls in die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz (IRLS) erfolgen. © Eckardt Mildner/Archiv

Döbeln. Bereits im August 2017 ist im Zuge der Zusammenlegung der Rettungsleitstellen die für die Region Döbeln zuständige Grimmaer Leitstelle nach Chemnitz umgezogen. Seither häufen sich die Probleme, es passieren Falschalarmierungen, weil die Region unüberschaubar groß und die Ortskenntnis nicht so detailliert vorhanden ist.

Nun folgt voraussichtlich am 5. Dezember in den Morgenstunden die Umstellung der Rettungsleitstelle Freiberg, die für die Altkreise Mittweida und Freiberg zuständig ist , ebenfalls in die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz (IRLS).

Feuerwehrleute und Rettungskräfte befürchten, dass es nun zu noch mehr Falschalarmierungen kommen könnte.

Für die Bürger ändere sich hauptsächlich nichts, gibt Landkreis-Pressesprecher André Kaiser bekannt. Unbemerkt für die Anrufer gehen über die Rufnummer 112 die Notrufe für den Rettungsdienst und die Feuerwehr bei der IRLS in Chemnitz ein und nun nicht mehr in Freiberg. „Von dort aus wird wie bisher die notwendige Hilfe alarmiert und koordiniert“, erklärt der Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen Steffen Kräher.

 Es ändert sich jedoch die Vorwahl für die Anforderung der Krankentransporte: statt Freiberg (03731) nun Chemnitz (0371). Die neue Nummer ab 5. Dezember lautet also: 0371 19222. Die letzten Vorbereitungen, sind fast abgeschlossen. Dazu gehörten der Datenabgleich und die Schulung der Mitarbeiter. „Dies stellte uns vor eine große Herausforderung, denn der Prozess erfolgte unter laufendem Betrieb“, so Steffen Kräher. Die Räumlichkeiten der Leitstelle in Freiberg werden für den Katastrophenfall vorgehalten.

Hintergrund für die Zusammenlegung ein vor die im Jahr 2011 geänderte Verordnung für den die Anzahl und Standorte der Leitstellen. Der Freistaat hatte damals eine Zusammenlegung der Leitstellen für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz verfügt. Ursprünglich bestanden 22 Notrufzentralen in Sachsen. Nach Umsetzung der neuen Struktur verbleiben außer in Chemnitz noch Leitstellen in Leipzig , Dresden, Hoyerswerda und Zwickau. (DA/vt)