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Kanaren: Volle Boote, leere Flieger

Auf Gran Canaria ist Hochsaison. Urlauber kommen allerdings vergleichsweise wenige. Dafür umso mehr Bootsmigranten. Das geht nicht immer gut zusammen.

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Migranten sitzen im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria nach ihrer Rettung.
Migranten sitzen im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria nach ihrer Rettung. © Javier Fergo/AP/dpa

Von SZ-Korrespondent Martin Dahms

Wenn Achim Kantzenbach aus dem Küchenfenster schaut, sieht er die Migranten. Drüben im Hotel Waikiki stehen sie auf den Balkonen. Mitte November wurden sie vom Hafen Arguineguín hierher nach Playa del Inglés gebracht, um die tausend junge Männer. Kantzenbach hat deswegen keine Klagen. „Wir haben zumindest niemanden beobachtet, der unangenehm auffällt“, sagt er. „Wir kriegen niemanden mit, der hier bettelt oder die Touristen bedrängt. Die warten halt nur darauf, dass eine Entscheidung fällt.“ Eine Entscheidung darüber, was weiter mit ihnen geschehen soll. Das kann sich noch hinziehen.

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