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Skiweltcup in Dresden gestartet

Das Sportevent zieht bislang weniger Zuschauer an als noch im Vorjahr. Die Athleten sind von der Atmosphäre begeistert.

Eine Teilnehmerin beim Weltcup in Dresden. © Sven Ellger

Pünktlich zum Start der ersten Qualifikationsläufe beim Skiweltcup am Elbufer füllte sich die Arena auf dem Filmnächteareal. Eine Stunde vorher, kurz vor der offiziellen Eröffnung, herrschte auf den Rängen dagegen noch Leere. Schon in den vergangenen Tagen hatte sich angekündigt, dass der Andrang nicht ganz so groß wie im Vorjahr sein würde. Während die Arena 2018 täglich mit 3000 Besuchern ausverkauft war, waren nach Veranstalterangaben für den Sonnabend insgesamt 2400 Tickets verkauft worden - 500 davon waren Freikarten.

Die Organisatoren René Kindermann und Torsten Püschel sehen im parallel stattfindenden Biathlon in Oberhof sowie dem trüben Wetter Gründe für den etwas verhalteneren Ticketverkauf. Bei der Premiere vor einem Jahr waren die Ränge schon bei der Eröffnung dicht gefüllt und auch von ausländischen Gruppen aus Norwegen und Schweden geprägt. 

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Die Zuschauer in diesem Jahr sorgten bei den Qualifikationsläufen mit den grünen „So geht Sächsisch“-Fähnchen dennoch für Stimmung und unterstützen die Athleten. Die zeigten sich in den Vorab-Interviews erneut begeistert vom Dresdner Weltcup. Die deutsche Läuferin Sandra Ringwald lobte die Atmosphäre und die Organisation, der deutsche Nationaltrainer Peter Schlickenrieder sagte mit Blick auf die Altstadt: „Es ist hier alles so kompakt und toll, durch die Denkmäler zu laufen. Und dann hier diese Verbindung mit der Natur, einfach geil.“

Zuschauen vor traumhafter Kulisse.  © Arvid Müller

Die Besucher des Weltcups verfolgten die Läufe nicht nur in der Arena, sondern auch im erneut kostenfrei zugänglichen Winterdorf Bellevue. Weil die Strecke in diesem Jahr auf 800 Meter verkürzt wurde, ist der Bereich mit Blick auf die Strecke deutlich kleiner. Allerdings war hier am Vormittag noch ausreichend Platz, weil nur wenige hundert Zuschauer dem Nieselregen trotzten. Dafür wurde der auf zehn Meter Länge erhöhte Bereich, von dem Familien mit Kindern einen besseren Blick haben sollen, positiv angenommen. Der nur wenige Meter daneben liegende Kunstschnee, auf dem die Pistenraupe geparkt ist, sorgte für Winterspaß und zufriedene Gesichter bei den Kleinsten. Dagegen blieb die „Skitty World“, der Langlauflern-Parcours für Kinder, noch etwas verwaist. 

Sollte der Andrang wider Erwarten zu groß werden, könnte in diesem Jahr auch die Augustusbrücke gesperrt werden. Auf beiden Seiten der Brücke wurden entsprechende Gitter positioniert. Das Sicherheitspersonal hat diesen Bereich besonders im Blick. Nicht nur, weil die durch die Bauarbeiten verschmälerte Brücke schon vergangenes Jahr ein Nadelöhr war, sondern auch, weil sich Demonstranten angekündigt haben. Laut eines Mitarbeiters der Sicherheitsfirma sei angekündigt worden, Sand auf die Strecke werfen zu wollen. Bis zum Ende verlief die Veranstaltung laut Weltcup-Sprecherin Viktoria Franke jedoch ruhig und ohne Zwischenfälle. 

Am Sonntag wird der Weltcup ab 10.30 Uhr mit den Teamsprints fortgesetzt.

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