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Wer bekommt die Wetterberg-Spende?

Die Gemeinde kann wieder 10 000 Euro vergeben. Schon sind zwei Anträge eingegangen.

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© Klaus-Dieter Brühl

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Göhra/Bieberach/Naunhof/Ebersbach. In Göhra wird ab Freitag Dorffest gefeiert. Auch rund um das Feuerwehrhaus und den Löschteich. Dort war es eine Frage der Sicherheit, dass endlich ein Geländer verhindert, dass jemand ins Wasser fällt. Auch der alte Jägerzaun an der Dorfmitte hat seine Dienste geleistet und wurde durch rund 20 Meter neuen Zaun ersetzt.

Diese Zaunlatten und die Eisenkonstruktion haben zehn Feuerwehrleute um Heiko Damme und Stefan Klapper in den vergangenen Monaten abends und am Sonntagvormittag montiert. „Damit es schön aussieht und sicher ist“, sagen die Göhraer. Einige Maler- und Elektroarbeiten sollen noch folgen. Auch pflastern wollen die Feuerwehrleute noch. Um die Materialkosten zu bekommen hatte sich der Ortschaftsrat um die 10 000-Euro-Spende beworben, die der Kalkreuther Wetterberg der Gemeinde Ebersbach im Vorjahr erstmalig zur Verfügung stellte – auch als Ausgleich für ausbleibende Gewerbesteuern, weil sie Investitionen gegenrechnen.

Die Gemeinderäte teilten das Geld auf. Die andere Hälfte sprachen sie Bieberach zu. Dort wollte man ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt in Eigenleistung in Angriff nehmen. Ein Barfußweg mit Haltestange und Bänken am Spielplatz sollte entstehen, eine Feuerschale den Dorftreff komplettieren. Noch sei man in Bieberach nicht so weit wie in Göhra, sagte Bürgermeisterin Margot Fehrmann jetzt im Hauptausschuss. Doch in circa vier Wochen will die Gemeinde den Vertretern der Baustoffwerke zeigen, was aus dem Geld geworden ist.

Firmen und Spenden

Der Steinbruch Flechtingen in Brößnitz spendete jüngst 2000 Euro. Genutzt wird das Geld für die Feuerwehr.

Wacker Chemie Nünchritz und der Chemieverband Nordost gaben im Juni 1000 Euro für den Chemieunterricht am Gymnasium Großenhain.

Die Agrartechnik Sachsen in Ebersbach verzichtete zum 25-jährigen Jubiläum auf Blumen und stiftete dem Kalkreuther Hort 10000 Euro.

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Anträge für Spielplatz und Festplatz

Denn die Kalkreuther Firma will diese 10 000 Euro nun jährlich freiwillig spenden. Für die diesjährige Ausschüttung liegen schon zwei Anträge vor. Zum einen will der Ortschaftsrat Ebersbach den Spielplatz im Neubaugebiet Bärwalder Straße erneuern. Dort steht nur eine Kletterlandschaft. Eltern wollen jetzt den Sand austauschen, der verhärtet ist. Auch eine Tür habe kleine Mängel, es sollen neue Spielgeräte gekauft werden, hieß es. Den zweiten Antrag stellte der Ortschaftsrat Naunhof. Hier sollte möglichst noch dieses Jahr der Festplatz befestigt werden. Auch dabei die Intention, dass das eine gemeinsame Initiative der Naunhofer Einwohner wird.

Nun Frist bis 9. September

Allerdings war man sich im Hauptausschuss jetzt zu Anfang nicht einig, ob das Geld nun schon gleich wieder vergeben werden kann. Denn die anderen Ortschaftsräte hätten nicht gewusst, dass sie sich wieder selbstständig mit Projekten melden müssen. Die Gemeinderäte gehen deshalb lieber auf Nummer sicher: Alle Ortsvorsteher sollen bis 9. September informiert werden, dass erneut innovative Projektideen in den Ortsteilen gesucht werden. Bleibt es bei den zwei Anträgen, kann der Hauptausschuss leicht entscheiden. Im Vorjahr musste zwei Ideen noch eine Absage erteilt werden. Beworben hatten sich auch Ebersbacher und Naunhofer Initiativen, um Gedenksteine für Gefallene des Zweiten Weltkrieges errichten zu können. „Dafür sollten andere Geldquellen genutzt werden, hier geht es um gemeinschaftliches Arbeiten für alle“, hieß es von Bürgermeisterin Margot Fehrmann.