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Wie das schnelle Internet ins Haus kommt

Bischofswerda Süd wurde jetzt frei geschaltet. Ab Mitte Oktober können die Ersten das Angebot nutzen.

© dpa

Von Ingolf Reinsch

Bischofswerda Süd fährt auf die Datenautobahn auf. Das schnelle Internet für das Stadtgebiet südlich der Bahnlinie und Belmsdorf wurde jetzt frei geschaltet, sagte Claudia Kuba, Pressesprecherin des Energieversorgers Enso in einem Gespräch mit der SZ. Die Enso realisiert den Breitbandausbau in der Stadt Bischofswerda und dem Ort Burkau in Kooperation mit beiden Kommunen. Im Gegensatz zu geförderten Maßnahmen entstehen den Kommunen dabei keine Kosten, da Enso alle Investitionen und das gesamte unternehmerische Risiko übernimmt. Bis zum Ende dieses Jahres soll Bischofswerda vollständig erschlossen sein. 2018 wird in Burkau gebaut.

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Möglich sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload. Ab Mitte Oktober werden die ersten Enso-Kunden in Bischofswerda Süd das neue Angebot nutzen können. Dafür ist einiges zu beachten, unter anderem Kündungsfristen bestehender Verträge. Claudia Kuba und Ullrich Pathe, Vertriebsmitarbeiter bei der Enso, erklären, wie das schnelle Internet ins Haus kommt.

Sind für den Anschluss ans Internet Bauarbeiten in der Wohnung nötig?

In den meisten Fällen Nein. Voraussetzung ist eine Telefondose. Die Enso bietet eine Paketlösung fürs Internet und Telefonieren an. Wer sich dafür entscheidet, kommt mit der vorhandenen Anschlussdose aus und kann seine bisherige Telefonnummern weiter nutzen.

Wer seinen Telefonanbieter nicht wechseln, sondern nur die Leistungen fürs Internet von der Enso beziehen möchte, braucht allerdings eine zweite Anschlussdose. Die muss in der Wohnung natürlich nachgerüstet werden.

Wer muss den entsprechenden Anschluss bauen?

Autorisiert dafür ist nur die Deutsche Telekom. Sie ist Eigentümerin der Infrastruktur. Kunden, die mit der Enso einen Vertrag abschließen, brauchen aber nichts weiter zu unternehmen. Die Absprachen über bauliche Veränderungen trifft die Enso.

Was ist bei den Verträgen zu beachten?

Beim Wechsel vom einen zum anderen Anbieter sind es vor allem Kündigungsfristen. „Hier ist jeder Interessierte gut beraten, in seinen Vertrag zu schauen“, sagt Claudia Kuba. Verträge, die länger laufen, dürfen generell erst frühestens ein halbes Jahr vor dem Ablauf gekündigt werden.

Wer zur Enso wechseln möchte, braucht den Vertrag mit seinem bisherigen Telefon- ggf. auch Internetanbieter nicht selbst zu kündigen. „Mit Vertragsabschluss kümmern wir uns auch um die Kündigungsformalitäten“, so Ullrich Pathe.

Was kostet das schnelle Internet vom Stromversorger?

Für Privatkunden bietet die Enso acht Pakete an: eine Internet-Flatrate für 25, 50, 75 oder 100 Mbit/s und das Gleiche in Kombination mit einer Telefonflatrate ins deutsche Festnetz. Wer nur im Internet surfen möchte, zahlt monatlich zwischen 29,95 Euro für 25 Mbit/s und 44,95 Euro für die Maximalgeschwindigkeit. Für den Telefonservice kommen bei jedem Paket monatlich fünf Euro dazu. Wer „klein“ einsteigt und feststellt, dass er eine höhere Geschwindigkeit für die Datenübertragung braucht, kann das entsprechende höhere Paket einen Monat testen und zahlt dafür den geringeren Tarif. Meldet er sich danach nicht beim Versorger, behält er seinen bisherigen Vertrag, sagt Claudia Kuba.

Welche Geschwindigkeit liegt an meinem Haus an?

Auf der Internetseite der Enso kann jeder unter Internet und Telefonie für jede Adresse in Bischofswerda prüfen, wie viel Megabit pro Sekunde anliegen. Auskunft darüber erteilt auch der Expert-Markt an der Carl-Maria-von-Weber-Straße in Bischofswerda. Er ist Partner der Enso beim Vertrieb der neuen Leistungen. Interessierte können sich dort beraten lassen und einen Vertrag abschließen,

Wie wird das Beratungsangebot in Bischofswerda nachgefragt?

Das Interesse der Schiebocker ist da, sagt Claudia Kuba auf die Frage nach dem bisherigen Zuspruch für das Info-Terminal, das die Enso Anfang August im Expert-Markt eröffnete. In Städten wie Großenhain und Radeburg, wo der Energieversorger ebenfalls den Glasfaserausbau fürs schnelle Internet realisierte, werden im Durchschnitt wöchentlich vier Verträge abgeschlossen. „Wir sind damit nicht unzufrieden. Wir planen langfristig mit dem neuen Geschäftsfeld“, sagt die Enso-Sprecherin.

Service-Hotline: 0800 5075100

www.enso.de