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Wie Gersdorfer ihren Ort sehen

Zum Dorffest zeigt eine Ausstellung Motive aus dem Ort. Mehr als 600 Besucher stimmen über das Schönste ab.

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© Dietmar Thomas

Von Claudia Erbert

Gersdorf. Die kleine Turnhalle der Grundschule Gersdorf wird am Wochenende zweckentfremdet. Statt Kasten und Turnmatten sind Stellwände aufgebaut, an denen mehr als 150 Fotos aufgereiht sind. Sie wurden von Anwohnern eingereicht und sollen ihre Sicht auf ihren Ort und die Umgebung zeigen.

© Dietmar Thomas

Und die Blickwinkel sind vielfältig: Von Baustellenbildern über Bürgermeister auf Dreirädern, Feuerwehreinsätzen und alten Gebäuden ist alles dabei. Auch die Schönheit der Natur hat es vielen angetan: Regenbogen, Nebel, blühende Bäume, Schwalbenkinder und eine Entenmutter mit ganzen 14 Jungen bei einem Ausflug auf der Wiese sind darunter. Dieses Motiv von Laura Reinike gewinnt den zweiten Preis mit nur wenigen Stimmen hinter Hans-Jürgen Markus, der „Gewitter in Seifersdorf“ fotografiert hat und genau im richtigen Moment abgedrückt hat, als ein lila Blitz den Himmel erhellt.

Auf dem dritten Platz landet das Motiv „Windmühle in Gersdorf“ von Silvia Wetzig. Insgesamt werden an den beiden Festtagen mehr als 600 Stimmen für die eingereichten Motive abgegeben.

Doch auch außerhalb der Schule ist viel los an diesem Wochenende. Während die Fußballer am Sonnabend beim Turnier noch weitgehend verschont bleiben, zeigt sich am Sonntag Aprilwetter von seiner besten Seite. Nachdem im April schon Badewetter war, ist es nun am zweiten Maiwochenende noch mal so richtig kalt. Nachts um die vier Grad, am Tag abwechselnd ein wenig Sonne mit Sturm, Starkregenattacken und Hageleinsätzen.

Doch die Gersdorfer machen das Beste draus: der Verpflegungspavillon ist fest am Boden verankert, alle losen Gegenstände werden gegen Wegfliegen gesichert und im Festzelt regnet es sowieso nicht. Dort feiern die Jungen und Junggebliebenen am Sonnabend mit einer Hip-Hop-Gruppe aus Mittweida eine Schaumparty, deren Nachwirkungen noch bis Sonntag zu spüren sind. Viele Helfer kehren die Schaumberge mit Schrubbern wieder aus dem Zelt, damit die Kinder pünktlich ihr Programm aufführen können.

Hüpfburg, Ponykutsche, Feuerwehr-Spritzenspiele und Kuchenbasar – alle Zutaten für einen kinderfreundlichen Nachmittag sind beisammen und auch am Abend im Festzelt gibt es gewohnt gute Stimmung beim Programm, das die Gersdorfer wie immer selbst gestaltet und natürlich mit so mancher Spitze in Bezug auf ortsbekannte Persönlichkeiten versehen haben.