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Volksbank zahlt vier Prozent Dividende

Das Geldinstitut, das in Dresden und dem Umland aktiv ist, hält sich nicht an das Verzichtsgebot der Bafin. Dafür nennt der Vorstand einen Grund.

Volksbank-Filiale in Bautzen. Jetzt fließt trotz Corona Geld an die Genossenschafter.
Volksbank-Filiale in Bautzen. Jetzt fließt trotz Corona Geld an die Genossenschafter. © SZ/Uwe Soeder

Über 45.000 Teilhaber der Volksbank Dresden-Bautzen erhalten kommende Woche eine Dividende für das Geschäftsjahr 2019. Das teilte das Geldinstitut auf Anfrage von Sächsische.de mit. Die Höhe der Ausschüttung beläuft sich auf vier Prozent der gezeichneten Genossenschaftsanteile. Da jeder Genossenschaftsanteile in Höhe von maximal 2.500 Euro erwerben kann, beträgt die Höchstausschüttung pro Mitglied 100 Euro. Die Bank ist in Dresden und seinem Umland aktiv, darunter in Bautzen, Freital und dem Osterzgebirge. 

Zahlungen aus Furcht vor der Bafin zurückgehalten

Mit der Ausschüttung widersetzt sich die Volksbank Erwartungen der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (Bafin), die Banken und andere Geldinstitute bereits im Frühjahr zum Verzicht aufgefordert hatte, um in der Corona-Krise gewappnet zu sein. Eine Rechtsgrundlage für einen Dividendenstopp gab es jedoch nicht, stellte Steffen Steudel, Sprecher beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, vor Wochen gegenüber der SZ klar. Dennoch hatten dem Vernehmen nach viele Institute aus Furcht vor Schikanen der Bafin Zahlungen zurückgehalten, darunter auch die Volksbank Pirna, die in der Sächsischen Schweiz aktiv ist. Hinter den Kulissen war von Drohgebärden der Aufsicht die Rede. 

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Volksbank hat Corona-Krise bisher gut gemeistert

Nach breiter Zustimmung durch die Vertreterversammlung gibt es jetzt in Dresden grünes Licht für die Zahlungen. Vorstandssprecher Thomas Müller sagte: „Es ist uns wichtig, Zuversicht zu vermitteln.“ Nach seinen Worten habe die Volksbank Dresden-Bautzen die "direkten Herausforderungen der Covid-19-Pandemie" bisher gut gemeistert. Mit Blick auf die innere Leistungsfähigkeit des Hauses sei man optimistisch,  auch bei einer weiteren Fortdauer der Corona-Krise gut aufgestellt zu sein. Für die Dividendenzahlungen hat die Bank insgesamt knapp 829.000Euro eingeplant. 

Rückläufiges Betriebsergebnis der Volksbank 2020

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Allerdings rechnet das Geldhaus für 2020 mit einem rückläufigen Betriebsergebnis. Verantwortlich seien dafür neben der Pandemie auch die Niedrigzinsphase, die zunehmende Regulierung und die Digitalisierung des Bankgeschäfts.  Vor diesem Hintergrund ist eine zukünftige Anpassung der Dividende nicht ausgeschlossen, sagte Vorstandssprecher Thomas Müller.

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