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Sport-Scheck ist zahlungsunfähig und stellt Insolvenzantrag

Der Sportartikelhändler Sport-Scheck stellt einen Insolvenzantrag. Die Kette hat auch Filialen in Dresden und Leipzig.

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Alle Filialen, darunter auch zwei in Dresden und eine in Leipzig, sollen ganz normal weiterarbeiten.
Alle Filialen, darunter auch zwei in Dresden und eine in Leipzig, sollen ganz normal weiterarbeiten. © dpa/Lino Mirgeler

München. Der zur Signa-Holding gehörende Sportartikelhändler Sport-Scheck stellt Insolvenzantrag. Das Unternehmen mit 34 Filialen und rund 350 Millionen Euro Jahresumsatz teilte am Donnerstag mit, nach dem Insolvenzantrag der Signa-Holding sei man zahlungsunfähig. Die Geschäftsleitung werde beim Amtsgericht München ein Insolvenzverfahren beantragen.

Die im Herbst angekündigte Übernahme von Sport-Scheck durch den britischen Modehändler Frasers Group werde jetzt zwar "erst einmal nicht vollzogen werden", teilte das Unternehmen mit. Frasers halte jedoch an seinen Übernahmeplänen fest.

Weitere potenzielle Investoren hätten Interesse an der Übernahme von Sport-Scheck bekundet, der Prozess sei nun wieder offen. "Dies stimmt Sport-Scheck zuversichtlich, einen neuen starken Partner zu finden, der dem Unternehmen langfristig Stabilität zusichert."

Alle Filialen, darunter auch zwei in Dresden und eine in Leipzig, sollen normal weiterarbeiten. Auch trifft das auf Kundenservice und den Online-Shop zu. Geschäftsführer Matthias Rucker sagte, die Insolvenz sei bitter, aber auch eine Chance, das Unternehmen mit seinen Vertragspartnern und Gläubigern nachhaltig zu stärken. Der Sanierungs- und Investorenprozess solle spätestens im März abgeschlossen werden. (dpa)