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Wismut-Grubenwehr: Zu wenig Bergleute

Auch wenn es kaum noch aktive Bergwerke in Sachsen und Thüringen gibt - eine Grubenwehr wird weiter gebraucht. Doch langsam werden Bergleute knapp.

© dpa

Bad Schlema. Für die Grubenwehr der Wismut GmbH wird die Gewinnung neuer Mitglieder schwieriger. „Es gibt immer weniger Menschen mit einer bergmännischen Ausbildung“, sagte der Leiter der Grubenwehr, Michael Vater, am Mittwoch bei einer Ausbildungsübung in Bad Schlema im Erzgebirge. Für die kommenden zehn Jahre sei die Grubenwehr mit ihren jetzt insgesamt 78 Mitgliedern zwar noch gut gerüstet. Sie werde aber auch nach dieser Zeit weiter gebraucht. Deshalb müssten dafür Leute ausgebildet werden.

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Zudem baut die Wismut mit fortschreitender Sanierung des ehemaligen Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen selbst immer weiter Personal ab und hatte deshalb schon 2013 mit drei Bergbauunternehmen eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Grubenrettungswesen geschlossen.

Die Wismut-Grubenwehr leistet in Sachsen und Ostthüringen bei 47 Bergbauunternehmen und Besucherbergwerken bei Unfällen unter Tage als Rettungsdienst Hilfe.

Bei der Ausbildungsübung in Bad Schlema wurde unter anderem mit spezieller Atemtechnik die Brandbekämpfung in einem Bergwerk trainiert. Erstmals waren auch vier Männer der TU Bergakademie Freiberg dabei. Künftig sollen mehr Studenten für diese Aufgaben qualifiziert werden, hieß es. Das Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ solle ausgebaut und für internationale Forschungspartner geöffnet werden. „Wir wollen noch mehr Labore und Einrichtungen gewinnen, die unter Tage unter diesen besonderen Bedingungen forschen wollen“, sagte der Wissenschaftliche Direktor des Bergwerks, Helmut Mischo. Den Nutzern müsse dann aber immer auch die vorgeschriebene Sicherheit geboten werden. (dpa)