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Wo ist Schlosser Dietmar?

Als Geselle fertigte Dietmar in den 50ern ein Schloss. Nun will der Sohn seines damaligen Meisters es gern zurückgeben. 

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Dieses Buntbartschloss war das
Gesellenstück von Dietmar.
Dieses Buntbartschloss war das Gesellenstück von Dietmar. © privat

Immer wieder fiel ihm zuletzt dieses handgefertigte Buntbartschloss in die Hände. Und immer wieder dachte sich Jürgen Richter: Das Schloss muss zurück nach Dresden. Doch dafür müsste er zunächst einen Dietmar ausfindig machen, über den er sonst nichts weiß. Noch nicht einmal seinen Nachnamen. Aber der Reihe nach:

In den 50er-Jahren betrieb Jürgen Richters Vater, der Schlossermeister Heinz Richter, eine Schlosserei in der Gustav-Adolf-Straße 2 in Strehlen. 1960 flüchtete er dann mit Sack, Pack und Familie in den Westen. „In der Zeit in Strehlen hat mein Vater einen jungen Mann zum Schlossergesellen ausgebildet“, sagt Jürgen Richter. Und das war Dietmar. Das Gesellenstück dieses Schlossergesellen, ein Buntbartschloss mit Schlüssel, komplett von Hand gefertigt, hat er noch immer bei sich und würde es diesem Dietmar nur allzu gern zukommen lassen. „Mein Vater hat noch Jahrzehnte danach von ‚seinem Dietmar‘ geschwärmt, was er fachlich und persönlich für ein toller Kerl war“, erinnert sich Jürgen Richter, der heute in Baden-Württemberg zu Hause ist.

Wenn Dietmar noch lebt, müsste er inzwischen etwa 75 Jahre alt sein. Auch seine Familienmitglieder könnten sich womöglich für das Prachtexemplar eines Buntbartschlosses interessieren, glaubt Richter.

Wer diesen Dietmar kennt oder Hinweise geben kann, meldet sich bitte unter dem Betreff „Schlosser Dietmar“ per Mail unter [email protected] oder ruft an unter 48642234. (SZ/hbe)