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Feuilleton

Wo schwingen Freude macht

Sein Zahnarzt brachte ihn auf die Idee: Designer Rudolf Horn hat seinen berühmten Sessel neu gestaltet. Zu sehen ist dieser in Sachsen. 

Rudolf Horn im Museum für Angewandte Kunst in Leipzig.
Rudolf Horn im Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. © dpa-Zentralbild

Leipzig. Eine Neuauflage des freischwingenden Clubsessels von Rudolf Horn ist im Grassi-Museum für Angewandte Kunst in Leipzig zu sehen. 

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Er sei von einem Zahnarzt auf die Idee gebracht worden, den Klassiker aus den Sechzigerjahren neu zu produzieren, sagte der 90 Jahre alte Designer am Dienstag in Leipzig. In Zusammenarbeit mit den Deutschen Werkstätten habe er diesen Vorschlag umgesetzt. Der Sessel ist gemeinsam mit einem Fußhocker und einer Liege bis Ende September in der Sonderschau "Bauhaus_Sachsen" im Grassi-Museum ausgestellt.

Horn hat gemeinsam mit den Deutschen Werkstätten den Klassiker aus den Sechzigerjahren neu prodiziert.
Horn hat gemeinsam mit den Deutschen Werkstätten den Klassiker aus den Sechzigerjahren neu prodiziert. © dpa-Zentralbild

Damit schließt sich für Horn der Kreis: Den Einfall für seinen Sessel hatte er nämlich vor mehr als 50 Jahren in eben diesem Museum. Damals testete er den dort ausgestellten Barcelona-Sessel des Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Weil er für Horns Empfinden zu steif war, entwarf er ein eigenes Design. Die Neuauflage ist nur auf Nachfrage verfügbar. Produziert werden die Möbel in Kooperation mit zwei Braunschweiger Unternehmen, sagte der Berliner Geschäftsführer der Deutschen Werkstätten.

Einen originalen Sessel aus den Sechzigerjahren habe er noch immer zu Hause, so Horn. Seine Kinder und Enkel seien darauf rumgeklettert, er sei noch immer stabil. Nur einen Fehler dürfe man nicht machen - "beim Hinsetzen zu vorsichtig sein". Schließlich sei sein Freischwinger extra zum Reinfallenlassen gestaltet.

Mehr zum Thema: 

Rudolf Horns Lebenswerk in einer Sonderausstellung des Dresdner  Kunstgewerbemuseums zu sehen ist.

Bis 3. November im Bergpalais von Schloss Pillnitz, 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen.

www.skd.museum