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Zeremonien des Abschieds

Friedhofsverwaltung und Hospizdienst gestalten Totensonntag und ersten Advent.

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Görlitz.Seit fast 40 Jahren laden die Mitarbeiter des Städtischen Friedhofes anlässlich des Totensonntages zu einer Gedenkfeier ein. Aus einer ursprünglich sehr weltlich orientierten Feierstunde, zu der nur wenige Leute kamen, ist über die Jahre eine feste Größe geworden. Familien, die in dem Jahr jemanden verloren haben, sind genauso dabei, wie Menschen, die gerne immer wieder kommen, weil sie wissen, dass ihnen Worte und Musik guttun. Es sprechen Pfarrer und Redner, Stadträte und Politiker über Leben und Sterben und das, was sie bewegt an diesem Tag. Viele verbinden den Gang zu den Gräbern an diesem Tag mit der Feierstunde im Krematorium. Bereits vor Beginn erklingt festliche Bläsermusik durch zwei Bläserchöre.

Nach dem Totensonntag am 25. November gibt es noch eine wichtige öffentliche Abschiedszeremonie: die Beisetzung der Urne mit den Sternenkindern und das Gedenken an verstorbene Kinder – ganz kleine und auch große. Sternenkinder werden totgeborene Babys genannt, die weniger als 500 Gramm gewogen haben. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Hospizdienstes wird für Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde eine Feierstunde ausgerichtet mit guten Worten und Musik und meistens auch etwas „zum Selbertun“.

Ein guter Brauch ist es, nach einer Trauerfeier noch ein wenig beieinander zu bleiben, noch nicht alleine nach Hause zu gehen. Hospizdienst und Friedhofsmitarbeiter laden deshalb nach der Beisetzung der Sternenkinder am 1. Advent zum Zusammensein bei Kaffee, Tee und Kuchen ein. (SZ)

Angebote am Totensonntag, 25. November: 11 Uhr „Tod & Technik“ – Führung durch das Krematorium; 13.30 Uhr, festliche Bläsermusik; 14 Uhr Gedenkfeier, gestaltet von Felicitas Baensch & Evelin Mühle. Sonntag, 2. Dezember, 14 Uhr, Gedenkfeier für verstorbene Kinderund Beisetzung der Urne mit den „Sternenkindern“