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Grausame Strafen nach Ehebruch

Ein Fall aus dem 16. Jahrhundert in Zittau zeigt, wie die Justiz mit Geliebten umgegangen ist.

Symbolbild
Symbolbild © David-Wolfgang Ebener/dpa

Dass die Justiz vor 500 Jahren bisweilen nicht nur unerbittlich, sondern auch grausam urteilte, zeigt folgender Fall. 1531 wurde in Zittau Simon Kreuziger enthauptet. Seine Geliebte Regina Arnold hingegen steckte man in einen Sack und ertränkte sie. Beide waren schon 1523 beim Ehebruch ertappt worden. Jedoch: Kreuziger entkam, die Frau kam durch gute Bürgschaft aus der Haft frei.

Die Trennung jedoch hielt die Arnold nicht aus: Um aus der Stadt zu gelangen, bestach sie nach alten Aufzeichnungen „ein recht starkes Weibsbild, und das musste sie am Tag der Zittauschen Kirmes in einen Korb stecken und zur Mandauischen Pforte hinaustragen.“ Danach habe die Arnold überall nach ihrem Liebhaber gesucht und ihn schließlich in Schweidnitz gefunden. Beide gingen zurück nach Zittau, wo ihnen sogar verziehen wurde: Sie wurden nicht bestraft. Doch laut Chronik kam das bittere Ende: „Da sie aber nach alter Gewohnheit ihre sündige Lebensart fortführten, war das Maß ihrer Sünden voll. Beide wurden in Haft genommen und zum Tode verurteilt.“ (rc)

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