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Hamstern die Zittauer vor den Feiertagen?

Bevor es besinnlich wird, stehen bei vielen Großeinkäufe für Weihnachten an. SZ-Redakteur Jan Lange hat sich bei Kaufland in Zittau umgeschaut.

Bettina Padourek ist am Mittwoch bei Kaufland an der Christian-Keimann-Straße gewesen.
Bettina Padourek ist am Mittwoch bei Kaufland an der Christian-Keimann-Straße gewesen. © Matthias Weber

Bettina Padourek schiebt ihren vollen Einkaufswagen über den Kaufland-Parkplatz. Wurst, Brot, Pfirsiche in der Dose, frisches Obst und Getränke sind einige der Produkte, die sie in dem Zittauer Supermarkt an der Christian-Keimann-Straße besorgt hat. Es sei ein normaler Einkauf, meint die junge Frau. Kein Hamsterkauf vor den Feiertagen.

Auch bei den anderen Kunden, die an diesem Mittwochvormittag den Kaufland-Markt verlassen, sind die Wagen nicht prall gefüllt. Dabei ist immer wieder zu beobachten, dass Supermärkte gestürmt und Hamsterkäufe getätigt werden, sobald ein Feiertag vor der Tür steht. Dieses Jahr sind es gleich drei "einkaufsfreie" Tage. Zuletzt waren die Supermärkte 2017 über Weihnachten drei Tage hintereinander geschlossen, als die beiden Feiertage auf einen Montag und Dienstag fielen.

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Und so ist auch heute mit dichtem Gedränge in den Supermärkten zu rechnen. Der Kaufland-Parkplatz ist - so der erste Eindruck - voller als an anderen Mittwochvormittagen. Dennoch finden sich noch jede Menge freie Stellplätze - sogar in der Nähe der beiden Eingänge.

Von großem Andrang ist vor den Haupteingängen kaum was zu spüren. An der Desinfektionsstelle bilden sich zwar immer mal wieder kurze Schlangen - aber die Zahl der Wartenden ist längst nicht mit denen vom Frühjahr vergleichbar. Damals standen die Kunden bis außerhalb des Marktes.

Von großem Andrang ist vor den Haupteingängen kaum was zu spüren
Von großem Andrang ist vor den Haupteingängen kaum was zu spüren © Matthias Weber

Kein Gedränge in den Gängen

Im Markt selbst gibt es ebenfalls kein Gedränge und Geschubse in den Gängen. Noch nicht. Die Kaufland-Mitarbeiter rechnen scheinbar mit größerem Andrang zu einem späteren Zeitpunkt. Zumindest türmen sich an allen Ecken des Marktes Warenberge, die nun in die einzelnen Regale eingeordnet werden.

Die Regale sind deshalb gut gefüllt, nur an wenigen Stellen zeigen sich Lücken. Nicht zu vergleichen mit den halbleeren Regalen während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr. Damals wurden beispielsweise Toilettenpapier, Nudeln, Reis, Mehl oder Konserven knapp. Die Supermärkte hatten zeitweise die Abgabe einzelner Produkte beschränkt. Nichts davon ist jetzt zu sehen.

Selbst die Waren des nicht-alltäglichen Bedarfs dürfen wieder angeboten werden. Nachdem den Supermärkten Ende voriger Woche der Verkauf dieser Warengruppen untersagt wurde, hatte auch Kaufland die entsprechenden Regale mit rot-weißem Klebeband versehen. Anfang dieser Woche dann die Kehrtwende - Waren des nicht-alltäglichen Bedarfs dürfen wieder verkauft werden. Sachsens Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Mangold hatte die umstrittene Entscheidung für hinfällig erklärt.

Doch die Freude bei den Kunden, noch das eine oder andere Geschenk kurz vor Heiligabend zu besorgen, kann schon bald wieder ein Ende finden. Sachsens Landesregierung hat eine Anpassung der Corona-Regeln angekündigt, die am 24. Dezember in Kraft treten sollen.

Verkäuferin wünscht "Frohes Weihnachten"

Während das Interesse an der "Geschenke"-Abteilung gering ist, wird es in der Obst- und Gemüseabteilung schon voller. Mancher Kunde manövriert seinen Wagen im Zickzack durch die dortigen Gänge. An der benachbarten Fleisch- und Wursttheke warten ein paar Kunden, dass sie bedient werden. Von einem Ansturm kann aber auch hier keine Rede sein. Die Fleisch- und Wurstverkäuferin wünscht ihren Kunden ein "Frohes Weihnachten", das diese gern erwidern. Sekunden später schieben sie ihren Einkaufswagen zum nächsten Regal.

Schnell noch dies und das in den Wagen und schon erreichen die Kunden den Kassenbereich. Elf der insgesamt 13 Kassen sind geöffnet - lange Warteschlangen bilden sich deshalb nicht. Die Kassiererin zieht ein Produkt nach dem anderen über den Barcode-Scanner. Nicht einmal 50 Euro kostet alles. Zum Abschluss gibt es auch hier ein "Frohes Weihnachten". So entspannt und schnell hat man kurz vor Weihnachten selten eingekauft.

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