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Vandalismus als Morgenwecker

Wegen unsinniger Zerstörungsaktionen müssen die Feuerwehr-Kameraden in Hirschfelde und Herrnhut in aller Frühe ausrücken. Ein Wehrleiter spricht Klartext.

Unbekannte hatten in Hirschfelde Glas- und Altkleider-Container umgeworfen.
Unbekannte hatten in Hirschfelde Glas- und Altkleider-Container umgeworfen. © Feuerwehr Zittau

Die Kameraden der Feuerwehr rücken jederzeit aus - bei Tag und bei Nacht. Sie versehen ihren freiwilligen Dienst, um Leben zu retten und Dinge von großem Wert zu schützen. Aber auch Feuerwehr-Kameraden würden gerne mal eine Nacht durchschlafen. Durch zwei sinnlose Akte des Vandalismus wurden am frühen Donnerstagmorgen die Kameraden in Herrnhut und Hirschfelde um den Schlaf gebracht.

Für die Wehrleute in Herrnhut war die Nacht schon morgens um 4.40 Uhr zu Ende. Sie wurden zu einem Brand in der Straße Am Endeberg zwischen Großhennersdorf und Neundorf alarmiert. Dort angekommen, entdeckten sie einen Haufen brennenden Unrat neben einem leerstehenden Haus. Der Brand war schnell gelöscht - in die Länge zog sich der Einsatz dennoch. "Um den Unrat auseinanderzuziehen, mussten wir einen Radlader organisieren", erklärt Herrnhuts Stadtwehrleiter Matthias Grosser auf SZ-Anfrage. So konnten die Kameraden erst gegen sieben Uhr wieder abrücken.

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Container an der Kita umgeworfen

In Hirschfelde hatten Unbekannte nahe der Kita "Bummi" mehrere Container umgeworfen, einen Altkleider-Container und zwei Altglascontainer. Deshalb wurde die Wehr gegen 6.45 Uhr alarmiert. "Die Kameraden konnten die Container per Hand wieder aufrichten", sagt Ortswehrleiter Ronny John. Er vermutet, dass die Verursacher die Container nur umwerfen konnten, weil sie weitestgehend leer waren. Einige Flaschen und Gläser lagen aber doch auf dem Weg verteilt und wurden zusammengekehrt.

Ortswehrleiter Ronny John ärgert sich über solche Vandalismusakte, die Zeit und Kraft der Kameraden kosten. "Die Leute gehen ja alle arbeiten", sagt er, "und mit so einer Alarmierung holt man ja auch Leute von der Arbeitsstelle weg." Der Arbeitgeber lasse sich das natürlich von der öffentlichen Hand ersetzen. "Aufkommen muss für so etwas dann die Allgemeinheit", sagt John.

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