merken
PLUS Zittau

Neue Großinvestition im Westpark-Center

In der Zittauer Sport- und Freizeiteinrichtung soll ein "Kinderland" entstehen. Dafür muss ein anderes Sportangebot weichen.

Heiko Wasser zeigt den Plan des Kinderlandes, wie es in der Soccer-Halle entstehen soll.
Heiko Wasser zeigt den Plan des Kinderlandes, wie es in der Soccer-Halle entstehen soll. ©  privat

Heiko Wasser plant wieder etwas Großes: einen Kinderspielbereich, der in der Region seinesgleichen sucht. Knapp 1.000 Quadratmeter Spielfläche auf fünf Ebenen soll im Westpark-Center Zittau für die Kleinen entstehen. Damit das sogenannte "Kinderland Zittau" errichtet werden kann, muss ein anderes Sportangebot weichen. "Wir werden uns von der Soccer-Halle verabschieden", erklärt der Geschäftsführer des Westpark-Centers (WPC).

Vor gut 15 Jahren war das Soccer-Feld mit Kunstrasen geschaffen worden - damals wurde dafür ein Tennisplatz aufgegeben. Die Auslastung der Fußball-Halle sei nicht mehr zufriedenstellend gewesen, meint der WPC-Chef. Viele Vereine haben sich mittlerweile ihren eigenen Kunstrasen gebaut, und so ging die Nutzung immer weiter zurück.

Anzeige
Azubis gesucht!
Azubis gesucht!

Durchstarten mit OBI. Lege mit uns den Grundstein für deine Karriere und starte deine Ausbildung in unserem Team in Ebersbach oder Bautzen.

Schon länger hatte Heiko Wasser deshalb überlegt, wie die Fläche besser genutzt werden kann. Möglichkeiten gab es einige - doch keine dieser Ideen garantierte eine ganzjährige und langfristige Nutzung. "Entweder wäre es nur ein Saisonsport oder ein Trendsport gewesen", sagt Heiko Wasser. Bei dem einen wäre die Halle nur einige Monate im Jahr ausgelastet, bei dem anderen wäre der Trend vielleicht in wenigen Jahren schon wieder vorbei.

So soll das "Kinderland" im Westpark-Center Zittau aussehen.
So soll das "Kinderland" im Westpark-Center Zittau aussehen. © Playlife GmbH
Legende des "Kinderlandes" mit den geplanten Attraktionen.
Legende des "Kinderlandes" mit den geplanten Attraktionen. © Playlife GmbH
Auf der Ebene 1 soll es unter anderem auch eine Kartbahn geben.
Auf der Ebene 1 soll es unter anderem auch eine Kartbahn geben. © Playlife GmbH

Letztlich griff Heiko Wasser auf eine alte Idee zurück. Sein Vorgänger überlegte schon einmal, ein Kinderland zu schaffen. Diese Idee wurde doch nicht umgesetzt. Aufgrund der Corona-Krise und der damit auch verbundenen Zwangsschließungen des Westpark-Centers beschäftigte sich der heutige WPC-Chef intensiver mit der Umgestaltung der Fußball-Halle. Und damit wurde auch die Idee eines Kinderlandes wiederbelebt.

Heiko Wasser schaute sich einige Spielhallen dieser Art an - so in Rosbach bei Frankfurt/Main, in Grimma und Taucha bei Leipzig. "Sie waren im Sommer wie im Winter voll", sagt der 33-Jährige. Genau das, was er auch für seine Fußball-Halle wollte.

Braucht die Region überhaupt ein "Kinderland"? Ja, findet Heiko Wasser. Es gebe hier noch nicht so viele Angebote dieser Art. Die Jonsdorfer Eisarena hat ihr Kindertobeland, das allerdings nur im Sommer. Zudem ist unsicher, wie es mit der Einrichtung und ihren Angeboten weitergeht. Darüber hinaus gibt es im "Rosenhof" in Görlitz ein weiteres "Kinderland". Das Westpark-Center will mit seinem neuen Spielbereich auch Gäste von jenseits der Grenze anlocken. Schon vor der Corona-Krise kamen viele Besucher aus dem Nachbarland in Zittaus größte Sport- und Freizeiteinrichtung.

"Kinderland" wird bis zu 7,50 Meter hoch

Die Halle soll mit dem neuen Angebot komplett ausgefüllt werden. Bis zu siebeneinhalb Metern wird das "Kinderland" hoch. Attraktionen werden die Kartbahn, das XXL-Kindertrampolin, die Seilbrücke, das Bällebad und der Spinnenturm und die Spiralrohrrutsche. "Die Spielstrukturen sind für bis zu 285 Kinder ausgelegt", erklärt Heiko Wasser. Die meisten Elemente sind für Kinder ab vier Jahre gedacht - es soll aber auch einen eigenen Bereich für kleinere Kinder geben. "Die Arena ist auch für begleitende Eltern leicht zugänglich", betont der WPC-Chef.

Rund 285.000 Euro sollen für das "Kinderland" investiert werden. Es ist die dritte größere Investition innerhalb weniger Monate. Erst im Vorjahr hatte Heiko Wasser das Schwimmbad für einen sechsstelligen Betrag erneuern lassen, im Herbst wurden dann Lager- und Sanitärräume auf Vordermann gebracht.

Trotz Corona viel investieren

Und das alles in Zeiten, in denen die Einrichtung wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist und keine Einnahmen hat. "Mit unserer Hausbank ist einiges möglich", sagt Heiko Wasser und fügt hinzu, dass seine Bankberater selbst von dem Projekt überzeugt sind. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nimmt der WPC-Chef dafür auch einen Kredit auf. "Die Konditionen sind derzeit so gut, dass wir sie jetzt nutzen müssen. In ein paar Jahren werden wir solche Kreditbedingungen nicht mehr bekommen", sagt Heiko Wasser.

Diese Woche wird die Soccer-Einrichtung abgebaut. Heiko Wasser sucht für sie einen Käufer. Danach schließen sich Vorarbeiten wie der Einbau eines Schallschutzes, einer neuen Heizung, Fußboden- und Trockenbauarbeiten an. Der WPC-Chef hofft, dass sie innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sind. Voraussichtlich zu Ostern wird die Herstellerfirma mit dem Einbau der Spielelemente beginnen. Ende August soll alles stehen und das "Kinderland Zittau" am 5. September offiziell eröffnet werden.

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Sie wollen die wichtigsten Nachrichten aus Löbau und/oder Zittau direkt aufs Smartphone gesendet bekommen? Dann melden Sie sich für Push-Nachrichten an.

Sie wollen schon früh wissen, was gerade zwischen Oppach und Ostritz, Zittauer Gebirge und A4 passiert? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter "Löbau-Zittau kompakt".

Wer uns auf Social Media folgen will:

Mehr zum Thema Zittau