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"Glücksspiel"-Betreiber stehen vor Gericht

Von Zittau aus soll die Gruppe Casinos in Tschechien übernommen, als rentabel angepriesen, zum Kauf angeboten und so Anleger um Millionen gebracht haben.

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Symbolbild © Markus Scholz/dpa

Ab kommenden Montag stehen Casino-Betreiber vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Görlitz, weil sie von ihrem Büro in Zittau aus Anleger um über 18 Millionen geprellt haben sollen. Es geht um fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 48 und 77 Jahren, die aus Süddeutschland und Berlin stammen.

Seit 2010 veräußerten sie Beteiligungen an ihren Glückspiel-Unternehmen, die sie in  Cinovec, Liberec, Petrovice, Teplice und Prag übernahmen, betrieben - und in Prospekten als seriös, hochrentabel sowie sicher bewarben. Risiken hätten die jetzt Angeklagten verharmlost, teilt das Gericht mit. Tatsächlich aber waren die Casinos wertlos. Dennoch sollen in rund 480 Fällen Anteile verkauft worden sein und die Betreiber über 18 Millionen Euro kassiert haben. Entsprechend hoch ist der Schaden für die Anleger. 

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Die Kammer hat bis 25. Januar kommenden Jahres 13 Verhandlungstermine anberaumt. Der erste am Montag beginnt 9 Uhr im Raum 216. Die Fortsetzung ist am 23. November. (SZ)

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