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Zwischen Zittau und dem Gebirge

Die Siedlung "Am Walde" in Eichgraben wurde lange nicht voll, nun sind alle Grundstücke vergeben. Familie Seyferth gehört zu den neuen Bewohnern.

Von Jan Lange
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Theodor mit seinen Eltern Andrea und Danny Seyferth in ihrem Eigenheim in Eichgraben.
Theodor mit seinen Eltern Andrea und Danny Seyferth in ihrem Eigenheim in Eichgraben. © Matthias Weber/photoweber.de

Andrea und Danny Seyferth sind sich einig: Es war definitiv die richtige Entscheidung, nach Eichgraben zu ziehen. In der Eigenheimsiedlung "Am Walde" haben sie sich ihre eigenen vier Wände geschaffen. Vor knapp drei Jahren zogen sie in ihr Einfamilienhaus. Das ist von einem großen Garten umgeben, in dem ihre beiden Kinder Klara und Theodor genug Platz zum Spielen haben.

Es ist eine ruhige Wohngegend - das bestätige ihnen jeder Besucher nach wenigen Minuten. Bis zum Wald, der sich bis ins Gebirge zieht, sind es nur ein paar Schritte. Dass es nicht weit bis ins Gebirge ist, empfinden sie als Vorteil. Überhaupt sei es die Nähe, wegen der sie sich für den Standort entschieden haben. So die Nähe zur Kita "Waldhäusl", die Sohn Theodor besucht und die gleich um die Ecke liegt. Oder auch die Nähe zur eigenen Arbeitsstelle - Andrea und Danny Seyferth arbeiten beide in Zittau-Süd.

Während andere die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten - der nächste Supermarkt ist zwei Kilometer entfernt - oder Arztpraxen in Eichgraben beklagen, sehen Seyferths vor allem die Vorteile. Sie leben auf dem Dorf, sind durch den Stadtbus aber gut ans Zentrum angebunden. Das sei ein ausschlaggebender Grund gewesen, sich für Eichgraben zu entscheiden. "In Lückendorf haben wir uns auch mal was angeguckt, aber da ist die Anbindung deutlich schlechter", finden die Seyferths. Außerdem sind die 34-Jährige und ihr zwei Jahre jüngerer Mann selber auf dem Dorf aufgewachsen, in Bertsdorf beziehungsweise Oberseifersdorf.

Alle 22 Parzellen sind vergeben

Mit ihrer Einstellung ist die vierköpfige Familie nicht allein. Zuletzt sind mehrere neue Häuser in der Siedlung "Am Walde" gebaut worden. Freie Grundstücke gibt es hier mittlerweile keine mehr. Von den insgesamt 22 Parzellen sind nach Angaben der Stadt Zittau 20 verkauft und zwei reserviert. Allein in diesem Jahr beschloss der Verwaltungs- und Finanzausschuss den Verkauf von fünf Parzellen. Mehrheitlich handelte es sich dabei um auswärtige Käufer, so aus Potsdam oder Dresden.

Andrea und Danny Seyferth wohnten vor ihrem Umzug nach Eichgraben bereits in Zittau. Zur Miete. Mit zwei Kindern wurde es in der Drei-Raum-Wohnung zu eng. Und so gingen sie auf die Suche nach etwas Eigenem. Zuerst hatten sie dabei Bestandsimmobilien im Blick. Nach längerer, erfolgloser Suche entschieden sie sich dafür, neu zu bauen.

Das passende Grundstück war bald gefunden. "Wir wollten sowieso nach Eichgraben oder Hartau ziehen", erzählen sie. In der Siedlung "Am Walde" gab es zu dem Zeitpunkt noch jede Menge freier Grundstücke, sodass Seyferths sich das ihrer Meinung nach beste aussuchen konnten. Sie entschieden sich für eines, bei dem das Gefälle nicht so stark ist. Und das nicht direkt am Waldrand liegt, damit es im Haus nicht zu schattig ist.

In den vergangenen Jahren sind viele neue Häuser auf dem Eigenheimstandort "Am Walde" in Eichgraben entstanden - links das Haus von Familie Seyferth.
In den vergangenen Jahren sind viele neue Häuser auf dem Eigenheimstandort "Am Walde" in Eichgraben entstanden - links das Haus von Familie Seyferth. © Matthias Weber/photoweber.de

Für Eichgraben sprach, dass ihre Kinder damals schon die Kita "Waldhäusl" besuchten und der Zittauer Stadtrat kurz zuvor Änderungen am Bebauungsplan beschlossen hatte. In dem Zuge wurden Bauvorgaben wie zum Beispiel zur Dachform und Dachneigung gelockert. Dadurch hatte sich das Interesse an dem Standort deutlich erhöht. War die Siedlung zuvor jahrelang nur zu einem Viertel ausgelastet, ist sie nun voll belegt.

Gleichzeitig wurde mit den vom Stadtrat beschlossenen Änderungen der Bau von eingeschossigen Eigenheimen erleichtert. Andrea und Danny Seyferth haben sich für ein zweigeschossiges Haus entschieden, um nicht zu viel Fläche des Grundstücks zu verlieren. Die Wohnfläche beläuft sich auf 134 Quadratmeter, das gesamte Grundstück ist rund 630 Quadratmeter groß.

In der oberen Etage befinden sich die Kinder- und Schlafzimmer sowie ein Bad, im Erdgeschoss die Wohnküche, ein zweites Bad und eine Abstellkammer. In ihrer früheren Mietwohnung waren Küche und Wohnstube klassisch getrennt, nun bilden sie einen Raum. "Auch wenn wir in der Küche sind, sind wir mit den Kindern zusammen und können auf sie aufpassen", nennt Andrea Seyferth den Grund, eine Wohnküche einzurichten.

2017 begannen sie mit der Planung, Mitte 2018 wurde das Fertigteilhaus errichtet und im Februar 2019 konnten sie einziehen. In der Siedlung seien sie gut aufgenommen worden, erzählen Seyferths. Nun liegt es an ihnen, auch ihre künftigen Nachbarn, die derzeit oder in den nächsten Monaten ein Eigenheim bauen, willkommen zu heißen.