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Dauer-Schulschwänzer vor dem Amtsgericht Zittau

Zwei junge Männer sammeln Hunderte von Fehlstunden. Der Richter schickt sie in den Knast. Allerdings können sie sich noch vor dieser Strafe retten.

Schulschwänzern wie hier auf diesem Symbolbild droht ein hohes Bußgeld.
Schulschwänzern wie hier auf diesem Symbolbild droht ein hohes Bußgeld. © dpa Deutsche Presse Agentur

In Deutschland herrscht Schulpflicht. Doch manche jungen Leute nehmen es damit nicht so genau - wie zwei junge Männer, die deshalb jetzt vor dem Strafrichter des Amtsgerichts Zittau stehen. Und der Richter machte nicht viel Federlesen.

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Die zwei jungen Männer, einer ein Zittauer Gymnasiast, der andere Schüler des Beruflichen Schulzentrums Zittau, hatten fortgesetzt die Schule geschwänzt. Im Jahr 2019 hatten sie mehrere hundert unentschuldigte Fehlstunden angesammelt. Dieser Verstoß gegen die Schulpflicht ist in Sachsen mit einem Bußgeld von bis zu 1.250 Euro bewehrt. Und so ergingen auch mehrere Bußgeldbescheide gegen die beiden. Da sie diese nicht anfochten, wurden diese Bescheide auch rechtskräftig. Die Männer bezahlten aber weder die Geldbußen, noch leisteten sie die ersatzweise verhängten Arbeitsstunden. Daher erwog der Zittauer Amtsrichter einen Jugendarrest von bis zu vier Wochen gegen die beiden zu verhängen. Vorher musste ihnen allerdings die „Gelegenheit zur mündlichen Äußerung“ gegeben werden. Überzeugen konnten die Männer den Richter offensichtlich nicht. Er verhängte gegen beide Arrest. Eine letzte Gnadenfrist bleibt ihnen. Wenn sie ihre Geldbußen bis zur Ladung zum Arrestantritt bezahlen, bleiben ihnen die unerwünschten Stunden in der Zelle erspart.

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