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Ex-Bürgermeister wird Ehrenbürger

Die Gemeinde Jonsdorf ehrt Christoph Kunze nach seinem Tod mit der höchsten Auszeichnung, die sie vergeben kann. Da drückt auch die Rechtsaufsicht ein Auge zu.

Jonsdorfs ehemaliger Bürgermeister Christoph Kunze ist am 26. März gestorben. Jetzt wird ihm posthum eine hohe Ehre zuteil.
Jonsdorfs ehemaliger Bürgermeister Christoph Kunze ist am 26. März gestorben. Jetzt wird ihm posthum eine hohe Ehre zuteil. © Matthias Weber

Die Sitzung des Jonsdorfer Gemeinderats beginnt am Mittwochabend mit einer Schweigeminute für einen verdienstvollen Menschen: Christoph Kunze, Jonsdorfer mit Leib und Seele, engagierter Einwohner und Bürgermeister außer Dienst, war am 26. März im Alter von 69 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Der Beschluss, der der Schweigeminute folgt, fällt einstimmig: Die Gemeinde Jonsdorf ernennt ihren Bürgermeister a. D. posthum zum Ehrenbürger. Christoph Kunze ist damit nach Hermann Tempel, der dem Ort sein Vermögen vermacht hat, und Heinz Leupolt, der ebenfalls lange Jahre Bürgermeister war, der dritte Jonsdorfer, dem diese hohe Ehre zuteil wird.

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Für keinen der Jonsdorfer Gemeinderäte steht das außer Frage: Sein ganzes Leben lang habe sich Kunze für den Ort engagiert, der ihm von Geburt an Heimat war - über das Amt des Bürgermeisters hinaus auch in der Hermann-Tempel-Stiftung und mehreren Vereinen, so begründet es Bürgermeisterin Kati Wenzel (Freie Wähler), die Kunzes Nachfolgerin im Amt ist.

Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde vergeben kann. Der Titel ist ein rein ideeller - aber er muss normalerweise, so steht es in den Statuten, der geehrten Person zugestellt und von ihr offiziell auch angenommen werden. Aber im Fall von Christoph Kunze drückt die Rechtsaufsichtsbehörde im Landkreis ein Auge zu: Es sollte kein verwaltungsrechtliches Hindernis sein, dem Jonsdorfer die Ehre erst nach seinem Tod zuteil werden zu lassen, urteilt der Landkreis. Die Gemeinde wird die Urkunde zur Ernennung Christoph Kunzes zum Ehrenbürger seiner Familie zustellen.

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