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"Wir streiken bis ihr handelt"

Fürs Klima wieder auf die Straße gehen - dazu rief am Freitag die Zittauer Ortsgruppe von "Fridays for Future" auf.

"Fridays for Future" marschiert wieder in Zittau.
"Fridays for Future" marschiert wieder in Zittau. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Trotz Regen waren am Freitagnachmittag in Zittau etwa 60 Leute dem Aufruf der Zittauer Ortsgruppe von "Fridays for Future" gefolgt, an diesem Tag, wie in vielen Städten Deutschlands, für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Friedlich demonstrierten Schüler und auch viele Erwachsene auf dem Stadtring und anschließend auf dem Markplatz.

Den "Fridays for Future"-Teilnehmern in Zittau macht Regen nichts aus. 
Den "Fridays for Future"-Teilnehmern in Zittau macht Regen nichts aus.  © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
"Fridays for Future" animiert Große und Kleine zum Mitmachen.
"Fridays for Future" animiert Große und Kleine zum Mitmachen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
"Fridays for Future" spricht viele Umwelt-Themen an.
"Fridays for Future" spricht viele Umwelt-Themen an. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

"Wir streiken bis ihr handelt", stand beispielsweise auf einem der zahlreichen Transparente. "Stop Turow", wurde ebenso gefordert. Bevor es kurz nach 16 Uhr am Haberkornplatz losging, hielt unter anderem Maria Hausmann von Greenpeace Oberlausitz eine Rede. Die 21-Jährige sprach Umweltsünden, wie geplante Waldrodungen für den Autobahnbau und durch das Braunkohlekraftwerk Turow, an.

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Mit Polizei-Eskorte ging es dann auf dem Stadtring weiter. Zu den Teilnehmern gehörte auch die Zittauerin Judith Escher mit ihrem Mann und ihrem anderthalbjährigen Kind. Als Eltern wollen sie die Welt für ihr Kind erhalten. "Wenn wir jetzt nicht etwas tun, ist es zu spät", sagt die 32-Jährige.

Verdacht der Schulschwänzerei ist abgefallen

Bei einem Zwischenstopp auf dem Hochschulgelände, wandte sich eine Chemielehrerin aus Löbau an die Teilnehmer. Sie fand es gut, dass die Demo nach der Unterrichtszeit stattfindet. "Es ist gut, dass so der Verdacht der Schulschwänzerei, der uns manchmal anhaftete, abfällt", sagt sie.

Auf dem Zittauer Marktplatz endete der Demonstrationszug. Einige Bürger, die gerade ihre Einkäufe erledigten, blieben stehen und lauschten den Abschlussrednerinnen. Sie schilderten unter anderem, dass die Waldbrände in Kalifornien kein Zufall sind, sondern mit dem Klimawandel zu tun haben. "Und bei den Hurrikans gehen uns in diesem Jahr schon die Vornamen aus", hieß es.

"Wir hatten gehofft, es kommen ein paar mehr Leute. Aber bei dem Regen ist das schon in Ordnung", schilderten Nathalie Neumann und Johanna Hallfahrt . Die 17- und 16-jährigen Schülerinnen vom Beruflichen Schulzentrum Löbau gehören zur Zittauer Ortsgruppe von "Fridays for Future".

Weltweit sind mit der Klimabewegung "Fridays for Future" heute trotz der Corona-Krise Menschen auf die Straße gegangen. "Angesichts anhaltender klimapolitischer Ignoranz wollen und müssen wir offensichtlich wieder auf die Straßen gehen", kündigte Klima-Aktivistin Luisa Neubauer bereits im Vorfeld an.

Und an die Politiker gerichtet, hallte es am Freitag auch in Zittau. "Wir streiken bis ihr handelt".

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