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Spiel- und Rastplätze für Hörnitz und Trixi

Für beide Mehr-Generationen-Projekte ist schon in wenigen Tagen Baustart. Die Standort-Frage war lange umstritten.

Bürgermeister Günther Ohmann (rechts) und Ralph Berger vom Bauamt der Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz mit dem Bauplan für den Mehr-Generationen-Spielplatz in Hörnitz. Die Treppenstufen im Hintergrund stammen von der Bertsdorfer Schule.
Bürgermeister Günther Ohmann (rechts) und Ralph Berger vom Bauamt der Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz mit dem Bauplan für den Mehr-Generationen-Spielplatz in Hörnitz. Die Treppenstufen im Hintergrund stammen von der Bertsdorfer Schule. © Matthias Weber/photoweber.de

Es war eine schwere Geburt und die zog sich sogar über mehrere Jahre hin. Aber jetzt ist Günther Ohmann (Freie Wähler) froh, dass nun auch der Ortsteil Hörnitz einen Spielplatz bekommt. Es ist nicht irgendein Spielplatz, sondern einer für gleich mehrere Generationen, berichtet der Bürgermeister von Bertsdorf-Hörnitz.

"Etwa vier Jahre hat die Vorbereitung dafür gedauert", sagt Günther Ohmann. Immer wieder stand ein neuer Vorschlag für den Standort zur Diskussion. Immer wieder musste der aber aus den unterschiedlichsten Gründen verworfen werden. So sollte der Spielplatz schon mal zwischen Feuerwehrdepot und Kirche, neben dem Gewerbegebiet, beim Schloss und bei der Turnhalle errichtet werden. Nun ist das Problem gelöst. Schon in wenigen Tagen werden die Bauarbeiten losgehen.   

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Auf diesem Grundstück entsteht in Hörnitz an der Zittauer Straße ein Mehr-Generationen-Spielplatz. 
Auf diesem Grundstück entsteht in Hörnitz an der Zittauer Straße ein Mehr-Generationen-Spielplatz.  © Matthias Weber/photoweber.de
So soll der überdachte öffentliche Rastplatz vor dem Trixi-Feriendorf aussehen. 
So soll der überdachte öffentliche Rastplatz vor dem Trixi-Feriendorf aussehen.  © Entwurf: AWB Architekten, Dresden

Der Mehr-Generationen-Spielplatz entsteht an der Zittauer Straße auf der linken Seite in Richtung Großschönau, nur wenige Meter von der Kreuzung - an der einst "Stadt Zittau" stand - entfernt. Älteren Hörnitzern ist das Grundstück bestens bekannt. Hier stand früher einmal der Gasthof "Albertsaal" - kurz Albertsäle genannt. Das Grundstück ist etwa 1.120 Quadratmeter groß und bereits mit einer Hecke eingezäunt. Die soll auch stehen bleiben.

Von Kletterturm bis Trimm-Dich-Geräten

Die Kinder können sich auf einen Bolzplatz, einen kleinen Kletterturm mit Rutsche, Schaukeln und auf eine Wippe freuen. Es gibt mehrere Sitzgelegenheiten und verschiedene Trimm-Dich-Geräte, an denen sich Erwachsene und Kinder fit halten können. Auch Fahrradständer und ein Grillplatz sind vorgesehen.

Als Schutz für die kleineren Kinder, damit diese nicht gleich auf die Straße rennen können, werden vom Eingang aus rechts und links auf dem Weg ins Gelände Sträucher gepflanzt. Der unbefestigte Randstreifen zwischen der schon bestehenden Heckenumzäunung und der Zittauer Straße kann weiterhin zum Parken genutzt werden. "Wir lassen den Randstreifen gleich mit asphaltieren und richten dort richtige Parkplätze ein", berichtet Günther Ohmann.

76.000 Euro kostet der Mehr-Generationen-Spielplatz. 75 Prozent der Summe erhält die Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz als Fördermittel. Der Spielplatz ist aber nicht nur von der Zittauer Straße zu erreichen. Ein kleiner Weg führt ebenso von der Goethestraße dorthin. Den Zugang hierfür hat die Gemeinde bereits auf eigene Kosten hergerichtet.

Für Muttis mit Kinderwagen ist hier eine Auffahrt zum etwas höher gelegenen Spielplatz angelegt worden. Die paar Treppenstufen, die sonst auf das Gelände führen, sind übrigens nicht irgendwelche Stufen. "Das sind die alten Treppenstufen von unserer Bertsdorfer Schule. Wir heben erhaltenswertes Baumaterial bei Abrissarbeiten immer auf", sagt der Bürgermeister. Noch in diesem Jahr soll der Mehr-Generationen-Spielplatz fertig werden.

Viel mehr als nur ein überdachter Rastplatz

Einen Platz, der Groß und Klein gleichermaßen ansprechen soll, baut jetzt auch die Trixi-Park GmbH. Es wird kein Spielplatz, sondern vielmehr ein überdachter Rastplatz, bei dem man sich Anregungen und Informationen für Ausflüge in die Natur und zu Sehenswürdigkeiten holen kann.

Der Baustart ist für nächste Woche Montag geplant. Der Rastplatz ist öffentlich und entsteht am Parkplatz vor dem Feriendorf. Neben Bänken und Tischen gibt es hier unter anderem Informationstafeln über die Region. Auf Multi-Media-Tafeln kann man beispielsweise Interessantes über Fauna und Flora und die Tierwelt erfahren. 

Des Weiteren wird auf die Ausleih-Möglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes bei Trixi sowie auf die Busverbindungen hingewiesen."Wir wollen die Leute animieren, ihre Autos auf dem Parkplatz stehen zu lassen, und zu Fuß oder mit dem Rad die Gegend zu erkunden", schildert Trixi-Geschäftsführerin Annette Scheibe.

"Es wird ein Rastplatz vor den Toren des Gebirges", sagt sie. Zum Rastplatz gehört ebenso eine Brotback-Station, die vom Trixi-Team zu verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Gästebetreuungs-Programmes genutzt wird.

"Wenn das Wetter mitspielt, soll das Projekt bis zum Jahresende fertig werden. Dazu gehört auch der Bau eines Parkplatzes vor dem Feriendorf. Insgesamt kosten Rast- und Parkplatz 500.000 Euro, davon werden 200.000 Euro über Fördermittel finanziert. "Der weitaus größte Teil der Summe wird allerdings für den Parkplatz benötigt", berichtet die Geschäftsführerin.

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