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So sieht die "alte Lotte" jetzt aus

Trotz Corona gelingt es einem Verein, eines der ältesten Fachwerkhäuser der Region in Eckartsberg weiter zu sanieren. Das sind die Baufortschritte.

Die Vereinsmitglieder um Henry Stuff (rechts) und Bert Salomo finden auch in Corona-Zeiten Möglichkeiten, die "alte Lotte" - eines der ältesten Fachwerkhäuser in der Region - in Eckartsberg zu sanieren.
Die Vereinsmitglieder um Henry Stuff (rechts) und Bert Salomo finden auch in Corona-Zeiten Möglichkeiten, die "alte Lotte" - eines der ältesten Fachwerkhäuser in der Region - in Eckartsberg zu sanieren. © Matthias Weber/photoweber.de

Alles geht langsamer und dauert viel länger. Eigentlich macht Corona und die damit einhergehenden Maßnahmen ein Sanieren der "alten Lotte" in diesen Zeiten kaum möglich. Alte Lotte - so heißt eines der ältesten Fachwerkhäuser in der Region in der Geschwister-Scholl-Straße 79 Eckartsberg. Dennoch juckt es den Vereinsmitgliedern um Henry Stuff und Bert Salomo in den Fingern. Sie wollen anpacken, was schaffen. Und so versucht es der Förder- und Historikverein der Feuerwehr Eckartsberg/Radgendorf eben so gut es geht.

Weithin sichtbar fällt auf, womit sie sich gerade beschäftigen. Schon von der alten B178 aus ist zu sehen, wie sich die Alte Lotte verändert hat. Die baufällige große Scheune daneben hat neue Fenster und das Dach ist neu gedeckt.

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Und die "alte Lotte" selber sieht plötzlich ganz anders aus. Die wesentlich später ans Haus angebaute Abseite ist abgerissen, ebenso einer der beiden Schornsteine. Die Vereinsmitglieder sprachen sich hierbei ab, wer wann was macht, damit die Corona-Verordnungen eingehalten werden. Deswegen zogen sich die Arbeiten viel länger hin.

Der Baufortschritt an der "alten Lotte" in Eckartsberg ist auch von der alten B178 aus gut zu sehen.
Der Baufortschritt an der "alten Lotte" in Eckartsberg ist auch von der alten B178 aus gut zu sehen. © Matthias Weber/photoweber.de
Nur ein kleines Teilstück der Abseite (links im Bild) ist noch nicht abgerissen.
Nur ein kleines Teilstück der Abseite (links im Bild) ist noch nicht abgerissen. © Matthias Weber/photoweber.de
Das alte Fachwerk, das nach dem Abriss der Abseite zum Vorschein kam, ist noch gut erhalten.
Das alte Fachwerk, das nach dem Abriss der Abseite zum Vorschein kam, ist noch gut erhalten. © Matthias Weber/photoweber.de
Die "alte Lotte" ist eines der ältesten Fachwerkhäuser in der Region. Nach der Sanierung der Garage geht es nun auch am denkmalgeschützten Gebäude selber mit der Sanierung los.
Die "alte Lotte" ist eines der ältesten Fachwerkhäuser in der Region. Nach der Sanierung der Garage geht es nun auch am denkmalgeschützten Gebäude selber mit der Sanierung los. © Matthias Weber/photoweber.de
So sah die "alte Lotte" vor dem Abriss der Abseite aus.
So sah die "alte Lotte" vor dem Abriss der Abseite aus. © Verein
So sehen die Pläne für die neuen Ansichten der "alten Lotte aus.
So sehen die Pläne für die neuen Ansichten der "alten Lotte aus. © Verein

Nur eine Ecke der Abseite, die aus Granitsteinen gemauert wurde, steht noch. Aber nicht mehr lange. Zig Container mit Bauschutt wurden abgefahren. "Zu unserer Überraschung kam nach dem Abriss ein sehr gut erhaltenes Fachwerk auf der Rückseite des Gebäudes zum Vorschein", berichtet Vereinsvorsitzender Henry Stuff. Das soll später einen frischen Farbanstrich erhalten.

Hier auf der zur alten B178 zugewandten Rückseite des Hauses ist künftig der Haupteingang der "alten Lotte". Die Haustür zur Geschwister-Scholl-Straße dient als zweiter Fluchtweg wegen des Brandschutzes.

Die Rückseite der "alten Lotte" wird sich komplett verändern. Gestalterisch angelehnt an die Fachwerkbauweise, sollen sich die "alte Lotte" und der moderne Anbau ergänzen. Der neue Anbau ist etwa doppelt so breit und viel länger als die alte Abseite. Um transparent und offen nach außen zu sein, werden die Wände große Glaselemente zieren. Zudem werden an dieser Hausseite am Fachwerk fünf neue Fenster eingebaut. Gleichzeitig arbeiten die Vereinsmitglieder am Innenausbau der Scheune weiter. Der Trockenbau und die Elektrik sind dort bereits fertig.

Seit 1992 steht das um etwa 1760 gebaute Haus leer und war dem Verfall ausgesetzt. Die 66 Vereinsmitglieder wollen das Gebäude zu einem Anlaufpunkt für neue Ideen und nachhaltige Dorfentwicklung machen. Das Ensemble aus historischem Fachwerkhaus, zeitgemäßem Anbau und einer Selbst-mach-Scheune soll die Attraktivität des ländlichen Raums erhöhen und ein ortsbildprägendes Zentrum für Kreativität werden.

Künftig soll nun einerseits in einer "Selbst-mach-Scheune" bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an technischen Berufen geweckt werden. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern ebenso praktisch mit dem Aufarbeiten und Pflegen alter Feuerwehrtechnik. Und im Haupthaus sind unter anderem vielfältige Bildungsangebote und eine Ferienwohnung geplant.

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