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Neues Einkaufen bei regionalen Händlern

In Zittau gibt es jetzt im Salzhaus eine "Marktschwärmerei", die Online-Handel und Wochenmarkt miteinander verbindet. Der Start am Donnerstag war gelungen.

Anja Nixdorf-Munkwitz hat die "Marktschwärmerei" in Zittau organisiert.
Anja Nixdorf-Munkwitz hat die "Marktschwärmerei" in Zittau organisiert. © Matthias Weber/photoweber.de

"Wie läuft das jetzt genau", wird Birgit Möse von einer Kundin gefragt. Es ist die erste "Marktschwärmerei" im Zittauer Salzhaus und für die meisten ist der Ablauf noch nicht vertraut. "Sie brauchen mir nur ihre Nummer zu sagen", antwortet die Erdbeer-Verkäuferin aus Eichgraben. 

Familie Geyer aus Neueibau hat die Nummer 11. Vorab hat die Familie online bei sechs Händlern bestellt, sowohl Milchprodukte wie auch Gemüse und Wurst. Die Ware ist auch gleich von ihnen bezahlt worden. Am Mittwochabend bekamen die Geyers dann eine Mail mit ihrer "Korbnummer", eben die 11. Nun müssen sie ihre Bestellung nur noch bei den einzelnen Händlern abholen. 

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Mehr als 50 Kunden hatten bei den Händlern der Marktschwärmerei vorab online bestellt und ihre Waren am späten Donnerstagnachmittag abgeholt.
Mehr als 50 Kunden hatten bei den Händlern der Marktschwärmerei vorab online bestellt und ihre Waren am späten Donnerstagnachmittag abgeholt. © Matthias Weber/photoweber.de

"Eine Super-Sache", finden die Neueibauer. Sie achten auf gesunde Ernährung , kaufen deshalb generell nur Bioprodukte. Als sie in der SZ von der neuen "Marktschwärmerei" in Zittau gelesen haben, stand für sie sofort fest, die regionalen Händlern zu unterstützen. Und das nicht nur einmal. Geyers wollen regelmäßig bestellen. 

Ebenso wie Mandy Markert. Sie wohnt zwar in Görlitz, arbeitet aber in Zittau und kauft deshalb bei der hiesigen "Marktschwärmerei" ein. Gemüse, Wurst und Käse stehen bei ihr auf dem Zettel, bei vier Händlern hat sie vorab online bestellt. Für Mandy Markert ist das Prinzip nicht neu: Sie ist auch Mitglied bei der Görlitzer "Marktschwärmerei", wo sie ebenfalls weiterhin einkaufen möchte. 

Die Görlitzer Variante des abendlichen Frische- und Regionalmarktes gibt es bereits seit über einem Jahr. Gestartet war sie seinerzeit mit gut 150 Kunden, heute zählt sie rund 500. 150 Kunden gilt als Mindestanzahl, damit eine "Marktschwärmerei" funktioniert. Denn die angemeldeten Kunden müssen nicht jedenfalls einkaufen, sondern nur dann, wenn sie etwas brauchen. Die Zittauer "Marktschwärmerei" ist mit 235 Mitgliedern gestartet. 56 von ihnen haben beim ersten Markt auch bestellt. "Das ist für den Start richtig gut", findet Initiatorin Anja Nixdorf-Munkwitz.

18 Händler bieten Produkte an

Sie hat in den vergangenen Monaten unzählige Gespräche mit Händlern und Produzenten geführt und sie für die Idee begeistert. Die "Marktschwärmerei" verbindet Online-Handel und Wochenmarkt. Bewusst findet sie am Abend statt, um auch Kunden anzusprechen, die tagsüber beruflich gebunden sind und nicht über einen Wochenmarkt bummeln können. Auch Mandy Markert nutzt die "Marktschwärmerei" genau deshalb. Und sie freut sich, dass die Auswahl so groß ist.

18 Händler bieten ihre Produkte an - darunter Produzenten wie die Biogärtnerei Schostek, die ebenso auf dem Zittauer Wochenmarkt stehen, aber auch Händler wie der Hofladen Löhnert aus Gaußig, die erstmals ihre Produkte in der Mandaustadt anbieten. Heike Löhnert will alle zwei Wochen nach Zittau kommen, denn sie ist auch Händlerin der "Marktschwärmerei" in Bautzen, die ebenfalls am Donnerstag stattfindet. Sie wird deshalb im Wechsel die eine Woche in Zittau sein, die andere in Bautzen. 

"Für manche ist die 'Marktschwärmerei' zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden", weiß Anja Nixdorf-Munkwitz. Es sei ein gelungener Start gewesen, meint sie nach der ersten Zittauer Ausgabe.

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