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Sowag-Chef rechnet mit Rohrbrüchen

Vor allem unbewohnte Häuser können bei zweistelligen Minusgraden zu Problemfällen für die Wasserwirtschaft werden. Einzelne gab es schon.

Mit Wasserrohrbrüchen wie diesem hier könnte bei den gegenwärtigen Minustemperaturen mancherorts zu rechnen sein.
Mit Wasserrohrbrüchen wie diesem hier könnte bei den gegenwärtigen Minustemperaturen mancherorts zu rechnen sein. © Dietmar Thomas

In Zittau bemerkt es ein Spaziergänger. Als er an dem leer stehenden Haus vorbeikommt, hört er das Rauschen, das durch ein offenstehendes Kellerfenster dringt. Der Spaziergänger tut das Richtige und ruft bei der Sowag an.

Geschäftsführer Michael Kuba ahnt, was das Rauschen bedeutet: "Zweistellige Minusgrade in der Nacht und auch tagsüber Temperaturen unter dem Gefrierpunkt - da können wir beinahe darauf warten, dass hier und da eine Leitung platzt", sagt er. In dem leer stehenden Zittauer Haus ist es der Wasserzähler im Keller, der dem Druck des Eises in der Leitung nicht mehr standgehalten hat.

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Vor allem alte Leitungen und Hausanschlüsse in unbewohnten Gebäuden sind es, die den Mitarbeitern der Wasserwirtschaft bei strengem Frost immer wieder mal Probleme bereiten. Fälle wie den jüngsten in Zittau gebe es immer wieder, sagt Michael Kuba. Der Sowag-Chef rechnet bei dieser strengen Frostperiode aber auch damit, dass das eine oder andere Trinkwasserrohr platzen könnte.

Allerdings passiert das längst nicht mehr so oft wie noch vor 20 Jahren, als Rohrbrüche bei Minustemperaturen ein großes Thema waren. Das Wasserleitungsnetz im Bereich der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs-Gesellschaft ist zum großen Teil erneuert, sagt Kuba. Gab es im Winter vor 20 Jahren noch Hunderte Leitungsbrüche, sind es heute höchstens ein paar Dutzend.

Michael Kuba und seine Mitarbeiter beobachten die Situation genau: Momentan sei der Frost bis auf einen halben Meter tief in den Boden gedrungen. Die Wasserleitungen liegen in einer Tiefe von 1,30 Metern. Da sei also noch keine Gefahr im Verzug. Der Wasserversorgung insgesamt könne der strenge Frost aber nichts anhaben, versichert der Sowag-Geschäftsführer.

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