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Druck für Schnellzug über Zittau und Görlitz

Liberec bereitet für die Verbindung Prag-Dreiländereck-Berlin die nächste Aktion mit Deutschen und Polen vor. Und fordert von seiner Regierung schnelleres Handeln.

Irgendwann soll es mal ganz schnell von Prag über Liberec, Zittau und Görlitz nach Berlin gehen.
Irgendwann soll es mal ganz schnell von Prag über Liberec, Zittau und Görlitz nach Berlin gehen. © Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Die tschechische Region Liberec macht weiter Druck für die Schaffung einer Schnellzuglinie Prag-Liberec-Zittau-Görlitz, eventuell sogar bis Berlin und weiter. Ziel ist, die Aufnahme der Strecke in das auszubauende transeuropäische Verkehrsnetz TEN-T der EU. Gemeinsam mit deutschen und polnischen Politikern aus dem Dreiländereck bereite man nun das bereits angekündigte gemeinsame Memorandum vor, informierte Filip Trdla, Sprecher der Liberecer Region. Zudem soll der tschechische Verkehrsminister einen Brief erhalten, in dem die Region vom Staat verlangt, die Voraussetzungen für die Verbindung zu schaffen.

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Voraussetzung auf tschechischer Seite ist der Ausbau der Strecke von der Bezirks- in die Landeshauptstadt. Liberec ist die einzige Bezirksstadt, die keine qualitative hochwertige Eisenbahnverbindung nach Prag sowie über die tschechischen Grenzen hinaus besitzt. „Es ist unmöglich, dass eine Zugfahrt von Liberec nach Prag so lange wie im 19. Jahrhundert dauert“, betont Bezirkshauptmann Martin Půta.

Um eine schnellere Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Liberec wird seit Jahrzehnten ohne nennenswerte Ergebnisse gerungen. "Nachdem das Dreiländereck schon fast 15 Jahre ein Bestandteil des Schengen-Raums ist, fehlt uns immer noch eine hochwertige öffentliche Verbindung“, so Jan Sviták, stellvertretender Bezirkshauptmann, der für den Verkehr verantwortlich ist. "Alle TEN-T-Strecken führen um uns herum."

Wenn die Strecke Prag-Liberec-Zittau-Görlitz in das TEN-T-Netz aufgenommen wird, beteiligt sich die EU an der Finanzierung. Ab Görlitz wären die Tschechen - nach dem Ausbau der Strecke Dresden-Görlitz - an eine der europäischen Haupt-Ost-West-Trassen angebunden. Nach dem Ausbau des Abschnitts Cottbus-Görlitz wäre der Weg nach Berlin und weiter nach Nordeuropa frei. Auf deutscher Seite müsste dafür aber noch die Neißetalbahn zwischen Zittau und Görlitz ertüchtigt oder eine Umleitung gebaut werden. Mit dem TEN-T-Netz sollen die europäischen Länder per Schiene besser verbunden werden. (mit SZ/tm)

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