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Wann startet der B99-Brückenbau?

Der Planfestellungsbeschluss für das Bauvorhaben bei Ostritz liegt derzeit aus. Doch bis zum Beginn der Arbeiten wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Desolate Brücke zwischen Ostritz und Leuba.
Desolate Brücke zwischen Ostritz und Leuba. © Archivfoto: Matthias Weber

Derzeit liegt der Planfeststellungsbeschluss öffentlich aus, das Baurecht ist erreicht, aber gebaut wird die B99-Brücke zwischen Ostritz und Leuba wohl nicht so schnell. Darauf hat Franz Grossmann, Pressesprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), hingewiesen. Voraussetzung für das Bestehen des Baurechts sei, so der Lasuv-Sprecher, dass der Planfeststellungsbeschluss nicht beklagt wird. Auch wenn dies der Fall sein sollte, muss das Landesamt noch Bauerlaubnisse für Grundstücke von den jeweiligen Eigentümern einzuholen.

Denn während der Bauzeit soll der Verkehr wechselseitig über eine einstreifige Behelfsumfahrung mit Ampelregelung geführt werden. Gleichzeitig soll die Kurve im Bereich der Brücke entschärft werden. Dafür sollen angrenzende Flächen dauerhaft oder zeitweise genutzt werden. Schon während des Planfeststellungsverfahrens hatten Eigentümer, deren Flächen betroffen sind, sich gegen die Nutzung ihrer Grundstücke ausgesprochen. Diese Einwendungen wurden von der Landesdirektion Sachsen abgewiesen.

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"Falls Eigentümer trotz des Planfeststellungsbeschlusses keine Erlaubnisse erteilen, müsste hier im nächsten Schritt ein Besitzeinweisungsverfahren bei der Landesdirektion Sachsen eingeleitet werden", weist Grossmann hin, und fügt hinzu: "Erst nach Einweisung der Landesdirektion in den Besitz der Grundstücke bestünde damit das vollständige Baurecht und die Ausführungsplanung steht im nächsten Schritt an."

Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel kann dann eine Einordnung in ein Bauprogramm geprüft werden, heißt es vonseiten des Lasuv. Deshalb könne auch zum jetzigen Zeitpunkt noch immer kein belastbarer Termin für einen möglichen Baubeginn benannt werden.

Die Unterlagen zum Planfeststellungsbeschluss liegen bis zum 9. Februar im Ostritzer Rathaus aus. Die Einsichtnahme ist allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache möglich. Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats schriftlich Klage beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen erhoben werden.

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