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Was Zittau mit dem vielen Schnee macht

Diesmal werden die Schneeberge nicht aus der Stadt geschafft. Mehr oder weniger zufällig hat sich eine viel bessere Verwendung ergeben. Sehen Sie selbst:

Die Schneeberge auf dem Zittauer Marktplatz werden diesmal nicht aus der Stadt geschafft. Es gibt eine viel bessere Verwendung.
Die Schneeberge auf dem Zittauer Marktplatz werden diesmal nicht aus der Stadt geschafft. Es gibt eine viel bessere Verwendung. © Matthias Weber/photoweber.de

Schneemengen wie seit vielen Jahren nicht mehr sind in den vergangenen Tagen in den Straßen der Zittauer Innenstadt zusammengekommen. So viel, dass der Winterdienst der Städtischen Dienstleistungsgesellschaft kaum hinterherkommt.

Auch bis zum Mittwoch hatten es die Winterdienstler noch nicht geschafft, bis in jede Nebenstraße vorzudringen. Dabei arbeiten die Kollegen seit Sonntag schon zweischichtig mit allen verfügbaren Kräften und der gesamten Technik.

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Ihr größtes Problem ist die Frage: Wohin mit dem vielen Schnee? Aber da hat am Mittwoch der Zufall nachgeholfen und unbeabsichtigt eine richtig coole Lösung geboren: einen Spiel- und Rodelberg mitten auf dem Zittauer Marktplatz.

Warum den Schnee nicht mitten auf dem Zittauer Marktplatz zu einem Rodelberg auftürmen?
Warum den Schnee nicht mitten auf dem Zittauer Marktplatz zu einem Rodelberg auftürmen? © Matthias Weber/photoweber.de

"Auf die Idee wären wir selber gar nicht gekommen", schmunzelt Zittaus Bauhofleiter Norbert Faßbender. "Das waren die Kinder selber, die den Schneeberg am Mittwoch sofort in Beschlag genommen haben."

Am Mittwoch ist in Zittau Markttag und der Marktmeister hatte die Winterdienstler gebeten, den Schnee soweit zu beräumen, dass die Händler ihre Stände gut aufbauen und die Kunden auch gut an die Stände herankommen können. "Weil die Stände rund um den Markt stehen, blieb eigentlich nur die Möglichkeit, den Schnee mitten in der Mitte aufzuhäufen", erklärt der Bauhofleiter.

Und kaum sei der Schneehaufen dagewesen, seien auch schon die Kinder gekommen. Die dürfen den Berg jetzt übrigens gerne erobern. "Das ist doch ein sehr charmanter Nebeneffekt", findet Norbert Faßbender. Der Schneehaufen wird auch noch eine ganze Weile in der Marktplatzmitte liegenbleiben.

Straßen werden nach Prioritäten geräumt

"Es ist nicht geplant, den Schnee wie in früheren schneereichen Wintern aus der Stadt zu bringen", sagt Faßbender. Das sei vor allem eine Kostenfrage. Und noch seien die Mengen in der Stadt beherrschbar. Dass es in den letzten Tagen dennoch immer wieder Beschwerden von Anwohnern gegeben hatte, sei zu erwarten gewesen, sagt der Bauhofleiter. "Viele glauben, die Stadt sei dazu verpflichtet, die Straßen von morgens bis abends freizuhalten", erklärt er. Das sei aber nicht so. "Wir tun selbstverständlich, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten können", sagt Faßbender, "eine gesetzliche Verpflichtung aber gibt es dafür nicht."

Beim Räumen der Straßen geht der Winterdienst nach einer festgelegten Prioritätenliste vor. Darin sind die Straßen in drei Kategorien eingeteilt: Zuerst wird die A-Tour gefahren, zu der die Hauptverkehrsadern, die Straßen mit Buslinien, aber auch die Gehwege in der Innenstadt gehören. In der B-Tour sind danach beispielsweise die Straßen in den Gewerbegebieten dran. Erst zum Schluss werden mit der C-Tour die Nebenstraßen geräumt.

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