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Zu wenig Sauberkeit an der Olba?

Anlieger kritisieren, dass am Strand die Müllkörbe nicht geleert werden. Die Gemeinde wehrt sich gegen die Vorwürfe.

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© Carmen Schumann

Von Kerstin Fiedler

Kleinsaubernitz. Der offizielle Strand am Olbasee liegt in der Verantwortung der Gemeinde Malschwitz. Vor allem an den Wochenenden wird die Badestelle gern von vielen Gästen besucht. Dabei fällt auch Müll an. Deshalb hat die Gemeinde Müllkörbe aufgestellt. Dass sie diese nicht leert, sei jedoch eine falsche Behauptung, sagt der Malschwitzer Bürgermeister Matthias Seidel (CDU). Den öffentlichen Strand zu unterhalten, ist eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde, betont Seidel. Jedes Jahr bezuschusst die Gemeinde den Tourismus an dieser Stelle mit 60 000 Euro. Die Einnahmen aus Buß- und Parkgeldern sowie Pacht und Miete reichen nicht aus. Zu den freiwilligen Leistungen gehören das Entleeren der Müllkörbe, was übrigens freitags und montags passiert. Also vor und nach einem Wochenende, an dem die meisten Besucher kommen. Außerdem das Mähen, das Verschneiden der Bäume und die Versicherung.

Einen großen Anteil an den Kosten hat auch der Dienst der Rettungsschwimmer. „Im Gemeinderat haben wir schon überlegt, wie wir die Olba betreiben können. Denn die Nutznießer wie Gastronomen oder Kiosk-Betreiber, die ja davon profitieren, beteiligen sich nicht an den Kosten“, sagt Matthias Seidel. So komme zum Beispiel auch viel Müll durch den Verkauf vor Ort zustande. Aufgrund des fehlenden Geldes wird es wahrscheinlich im nächsten Jahr dann keine Rettungsschwimmer mehr geben. Noch zumal auch die Einnahmen bei den Bußgeldern zurückgehen werden, sagt Seidel. „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer jemanden auf 150-Euro-Basis beschäftigt, der die Parkplätze und Straßen kontrolliert hat“, erklärt er. Doch es findet sich in der Umgebung niemand mehr, der dies übernehmen will.