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Zum Totlachen

Sterben macht Angst. Dass es auch anders geht, zeigt die neue Ausstellung im Rathaus Heidenau.

© SZ-Archiv

Heidenau. Selten gibt es im Heidenauer Rathaus so viel zu lachen. Dabei ist das Thema der neuen Karikaturen-Ausstellung nicht per se lustig. Es geht um Sterben und Tod. Worüber man lachen kann, das macht einem keine Angst, sagt Martina Crämer-Nann vom Johanniter-Hospizdienst. Der hat die Ausstellung von Bamberg nach Heidenau geholt. „Den Tod auslachen“, ist das Motto.

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Vor manchen Karikaturen wird schallend gelacht. „Seit Du tot bist, hat unsere Beziehung irgendwie total gewonnen“, sagt die Frau am Grab ihres Mannes. Oder: Ein Mann wird überfahren. Der Beifahrer sagt: „Das war knapp.“ Drunter steht: Heinz Knapp. Manchmal bleibt einem das Lachen auch im Hals stecken. Beim schwarz-weiß gemalten Storch, auf dem der Tod hockt zum Beispiel. Oder der künstlichen Hand, die dem im Sterbebett Liegenden die Hand hält. Auch das vereinsamte Grab mit dem Titel „Auf Facebook soll er viele Freunde gehabt haben“. Ein Beerdigungsinstitut wirbt: „Sie sterben nur, alles andere übernehmen wir.“

Ergänzt werden die 83 Karikaturen von 62 Fotos. Die Aufnahmen von Friedhöfen unter dem Thema „Kein Ort nirgends“ zeigen die stillen Momente. Humor beweist Andreas Meschke vom Kunstverein, der die Ausstellungen im Rathaus seit Jahren organisiert. Er schenkt den an der Ausstellung und deren Eröffnung Beteiligten, darunter den Sängern vom Heidenauer Singekreis, Blumen – mit Trauerflor. (SZ/sab)

Ausstellung, bis 24. April, zu den Rathaus-Öffnungszeiten